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Lamia Lacrima

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Beitrag von Lamia Lacrima am Do Jul 26, 2012 3:04 am

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Zuletzt von Lamia Lacrima am Mi März 20, 2013 11:26 am bearbeitet; insgesamt 6-mal bearbeitet
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Beitrag von Lamia Lacrima am Fr Feb 01, 2013 2:24 am

1. Was bereust du am meisten in deinem Leben?

Ich war einmal eine Kranke. Während dieser Zeit hatte ich...naja, man kann sagen, dass ich die falschen Freunde hatte. Ich habe damals einige Sachen getan, auf die ich heute alles andere als stolz bin. Grausame Experimente, Massaker...Einmal habe ich in einer Nacht auf einer kleinen Insel ein Blutbad angerichtet. Damals habe ich so viele Menschen auf einmal getötet, wie danach nie wieder innerhalb einer Nacht. 72 Menschen - Männer, Frauen...Kinder. Sehr kleine Kinder. Alte, junge, kranke und gesunde Menschen - ich habe keinen Unterschied zwischen ihnen gemacht. Am Schlimmsten für mich heute ist aber, dass ich es genossen habe. Ich habe mich dadurch unbesiegbar gefühlt. Ich erinnere mich noch, wie ein kleines Kind sich unter einem Tisch versteckt hat und wohl dabei zugesehen hat, wie ich mich mit seinen Eltern vergnüge. Folter, grauenerregende Visionen, Verwirrung, bis sie ihr Baby mir als Opfer dargebracht haben und auch selbst von dem Blut des Kindes tranken...Als es mir zu langweilig wurde, trank ich die beiden leer, sodass sie gerade eben noch so lebten, gab ihnen Messer in die Hände und ließ sie sich gegenseitig die Kehle durchschneiden. Ich wollte keine Vampire erschaffen, vor allem wollte ich keinen solchen wahllosen Pöpel verwandeln. Damals schon wusste ich, dass wenn ich jemals jemanden verwandeln sollte, die Person wirklich besonders sein musste. Nicht mal Caius genügte diesen Ansprüchen.
Das Kind hatte sich damals unter dem Tisch zusammengekauert, atmete so leise wie möglich und zitterte. Ich roch den Angstschweiß, durch das hormongetränkte Blut waren meine Sinne übersensibel. Ich hörte jeden kleinen Atemzug, spürte die ausgeatmete Luft elektrisierend auf meiner Haut. Ich rief lockend nach dem Kind und tat, als würde ich es suchen, obwohl ich wusste, wo es war. Als ich es dann fand, lächelte ich es freundlich an und reichte dem Kind die Hand. Es sah mich mit großen, angsterfüllten Augen an, wie ein Kaninchen die Schlange. Es rührte sich nicht und starrte mich nur an.
Manchmal kommt es vor, dass ein Monster aus einer Laune heraus Gnade walten lässt und sein Opfer verschont. Dann sagt das Monster, dass es doch gar kein Monster sei, weil es diese eine Person verschont habe.

Ich war ein Monster und doch keines.

Ich ließ keine Gnade walten.
Ich schob den Tisch weg, nahm immer noch mit einem freundlichen aber gefährlichen Lächeln die Hand des Kindes und zog es auf die Beine. ich klopfte ihm sanft den Dreck aus der Kleidung und wusch dem Kind das Gesicht und den Hals. Es war immer noch schockstarr und ließ alles mit sich machen, statt zu fliehen.
Es ist die Natur des Vampirs, Menschen zu jagen und von ihnen zu trinken. Das ist unbestreitbar. Ob es auch die Natur des Vampirs ist, ein unbeherrschtes Blutbad anzurichten und zu morden ist eine Ansichtssache. Damals war es meine Ansicht, dass ein Vampir das natürliche Recht habe, Menschen zu töten - egal wen, egal wie viele.
Mit diesem naturgegebenen Verhältnis geht aber auch ein Nebeneffekt einher: Vampire auf Jagd wirken auf ahnungslose Beute faszinierend. Ein mit Blut vollgepumpter Vampir auf Jagd wirkt auf jede Beute faszinierend.
Das Kind wusste wohl, was es erwartete, doch es konnte sich nicht losreißen. Ich beobachtete seine Gedanken und musste schmunzeln, als ich sah, wie es mich sah: In den Augen des Kindes war ich ein glorreiches, über die ganze Welt erhabenes, leuchtendes Wesen. Wie eine unheilvolle, dunkle Rachegöttin schien ich durch das von mir zerstörte Dorf zu wandeln, unbetroffen von dem Chaos um mich herum, als käme ich von einer anderen Welt. So gesehen zu werden gefiel mir ausnehmend gut und so erkor ich das Kind zu meinem stummen Begleiter aus, während ich das restliche Dorf abschlachtete. Und mir gefiel es, mich durch die Augen des Kindes zu beobachten, wie ich scheinbar immer glanzvoller wurde und immer anbetungswürdiger. Und auch immer beängstigender. Und dennoch lief das Kind nicht weg. Es hätte sicher wieder laufen und sich verstecken können, aber es blieb und hat mich beobachtet und vielleicht auch ein wenig angebetet, allerdings auf so eine diffuse, unbewusste Art. Es konnte nicht fliehen, weil es sich zu dieser göttlichen Erscheinung hingezogen fühlte, wie zu dem Anblick eines stolzen Hirschs.
doch zuletzt würde auch dieses Kind sterben.
Ich bettete es in reine, weiße Tücher gehüllt auf einem Steinaltar in dem Tempel dieser Insel und ließ es durch einige Drogen, die in solchen Tempeln von den Priestern und Priesterinnen konsumiert wurden, in Trance fallen, ehe ich die Adern an den Handgelenken und Knöcheln mit einem Ritualmesser aufschlitzte und das Blut des Kindes trank und schlussendlich auf dem Kind den Hals durchtrennte. Zu dem Zeitpunkt war noch ein wenig Leben in dem Kind, aber es konnte sich, selbst wenn es gewollt hätte, nicht wehren, denn durch die Trance waren die Muskeln völlig entspannt. Den Kopf legte ich auf eine Opferschale in den Händen einer Statue, danach rieb ich mit dem verbliebenem Blut meinen Körper und meine Haare ein und nahm noch einen Kelch für Versuchszwecke mit zu meiner Gruppe.

Ich war eine Kranke, das bedeutet aber keines Falls unbedingt, dass ich - wie es die Bezeichnung andeutet - nicht bei Verstand war. Ich war bei völlig klarem Verstand. Ich tat das, weil ich es tun wollte, weil ich es tun konnte. Weil ich das Gefühl genoss, das tun zu können. Weil es mir Spaß machte. Aus keinem anderen Grund. Und ich bin nicht stolz auf das, was ich getan habe. Das Blutbad an den 72 Menschen war nur die Spitze des Eisbergs. Was ich damals während dieser Zeit getan habe und den Grund, weshalb ich es getan habe, das bereue ich am meisten in den 2000 Jahren meines Lebens.

2. Was war deine folgenschwerste Entscheidung?

Ich glaube, insgesamt gesehen, war das die Entscheidung, mich dem Agmen Pacis anzuschließen, schließlich habe ich entscheidend mitgewirkt, als die Vampirgesellschaft neu geformt wurde. Damals gehörte ich als jüngstes Mitglied und einzige Frau dem Rat der Fünf an, der später der Ältestenrat sein sollte, zu dem ich heute selbst gehöre.

3. Was war das Gemeinste, das du je getan hast?

Als ich damals erfuhr, dass Lucius in mich verliebt war, verstieß ich ihn und benahm mich alles andere als freundlich und feinfühlig. Es war für mich so lange selbstverständlich, dass Luc in meiner Nähe war und für ihn war es selbstverständlich auf seine Lieblingscousine aufzupassen. Weil ich ihn damals so rüde verstoßen habe, hat er sich danach eingeredet, in Cal verliebt zu sein und hat sie schließlich fallen lassen, als er bemerkte, dass er mich nur hatte eifersüchtig machen wollen. Das war wirklich mies von mir.

4. Was war das Beste?

Ich habe bei Kriegsbeginn alles mir mögliche in die Wege geleitet, um einen Kollaps des Systems zu verhindern. Es würde jetzt vielleicht nicht jeder meiner Meinung sein, dass das das Beste war, aber stellt euch doch nur mal vor, wie es aussehen würde, hätte ich nicht versucht, einen Kollaps zu verhindern!

5. Welchen Fehler würdest du immer wieder machen und warum?

Ich würde immer wieder töten, um die Sicherheit der Vampirgemeinschaft zu gewährleisten. Dabei würde ich weder vor Menschen noch anderen Vampiren Halt machen. Sicher, jeder Mord ist ein Fehler, aber in diesem Fall heiligt der Zweck die Mittel.

6. Was wolltest du werden, als du ein Kind warst?

*lacht* Ich bin Römerin, natürlich hatte ich die meiste Zeit den Wunsch, Politikerin zu werden, was ja nun letztendlich geklappt hat. Als ich aber ganz klein war, wollte ich Katzen- und Pferdemama werden und später ein Haus voller Katzen und einen Stall voller Pferde haben. Später war mir natürlich klar, dass ich keine Politikerin werden konnte, also machte ich eine Ausbildung zur Vestalin, da ich auch nicht heiraten wollte und mich immer schon gerne mit den Göttern beschäftigt habe.

7. Was war dein liebstes Spielzeug und warum?

Spielzeug...nicht direkt. Wir hatten eine Katze und die hatte Junge. Ich liebte es, bei der Katzenfamilie zu sein, daher auch mein Berufswunsch. Natürlich war ich auch gern bei den Pferden. Und ich liebte es, im Garten die Enten zu füttern und Blumen zu pflücken - und mich mit Nachbarsjungen zu raufen! *grinst verschmitzt* Ich sah schon damals Jungen und Mädchen als ebenbürtig an. Einer meiner Brüder hatte ein Knöchelchen-Spiel. Ich habe gerne mit ihnen dieses Spiel gespielt.

8. Was hast du aus den Fehlern deiner Eltern gelernt?

Sei behutsam bei der Wahl deines Partners! Manchmal sind bei uns nämlich ziemlich die Fetzen geflogen, vor allem zwischen meiner Mutter und mir. Meinen Vater habe ich heiß und innig geliebt und er mich. Ich war seine Prinzessin, meine armen Brüder waren mein Hofstaat.

9. Welches ist deine frühste Erinnerung?

Meine früheste Erinnerung ist, wie ich bei der Katze und ihren Jungen lag und mich versteckt habe. Ich war meiner Amme ausgebüchst und alle suchten mich. Bei der Amme war es soooo langweilig und ich wollte bei der Katzenfamilie sein. Mein 12 Jahre älterer Cousin Luc fand mich dort schließlich und brachte mich leider zurück zur Amme.

10. Was ist dein größtes Geheimnis?

Würde ich das sagen, wäre es doch kein Geheimnis mehr, nicht wahr? Davon abgesehen, habe ich viele Geheimnisse - berufs- und altersbedingt. *lächelt wissend*


Zuletzt von Lamia Lacrima am Do Feb 14, 2013 8:10 am bearbeitet; insgesamt 2-mal bearbeitet
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Beitrag von Lamia Lacrima am Fr Feb 01, 2013 8:28 am

11. Was ist das Peinlichste, das dir je passiert ist?

Als ich allein mit Cal durch die Gegend zog, ihr Verschiedenes beibrachte und ab und an mit ihr bei anderen Vampiren übernachtete, hat sie in einer einzigen Nacht alle männlichen Mitglieder der Familie verführt und um Schmuck, der für die Damen gedacht war, erleichtert. Es war mir unglaublich peinlich, dass Cal das getan hatte. Sie hatte zwar nicht gestohlen, aber die Männer dazu gebracht, ihr den Schmuck zu schenken. Ich habe sie damals vor der Familie getadelt und sie dazu aufgefordert, den Schmuck zurück zu geben. Die Situation war für alle unangenehm. Seitdem habe ich auch nicht mehr mit der Familie Kontakt gehabt. Wohl auch besser so...

12. Was tust du, um dich zu entspannen?

Ich setzte mich in den Park und lasse die Umgebung auf mich wirken, bade in einem See, beschäftige mich mit Tieren, pflege meine Ausrüstung und lasse die Gedanken schweifen, setze mich auf einen belebten Platz und beobachte die Menschen oder gehe im Sonnenschein spazieren. Ich konnte so lange keine Sonne spüren und sehen, da genieße ich sie nun umso mehr, wenn sie auch ein wenig arg warm ist. Oder ich spaziere durch Rom - das oberirdische und das unterirdische.

13. Was tust du, um dich abzureagieren?

Erst atme ich tief durch, dann konzentriere ich mich auf die Philosophie der Stoa und erkläre die brodelnde Wut oder den Ärger für schlecht, da er mich nicht mehr klar denken lässt. Dann verschließe ich diese Gefühle und beruhige mich, ehe ich mich voll und ganz auf die Politik oder etwas anderes Wichtiges, Unkompliziertes konzentriere.

14. Wann hast du zum letzten Mal geweint und warum?

Ganz ehrlich? Ich weiß nicht mehr, wann ich das letzte Mal geweint habe, aber das dürfte nicht ganz so lange her sein. Ich hab sehr lange nicht geweint und dann Chauvelin kennen gelernt. Ich bin froh, dass ihn ihn hab, aber seitdem hab ich bei all den Katastrophen bestimmt irgendwann mal geweint - aus irgendeinem ganz und gar gefühlsduseligen Grund wegen irgendeiner Katastrophe, einem Streit oder so was...Ich merk mir so was ehrlich gesagt nicht.

15. Bist du nah am Wasser gebaut?

Nein, überhaupt nicht. Wie gesagt, ich weine nur äußerst selten und bin nicht so ganz der Gefühls-Vampir.

16. Wie bist du zu deinem aktuellen Beruf gekommen?

*schmunzelt belustigt* Ich habe diesen Beruf geschaffen und habe lange gebug überlebt. Anfangs war ich nicht so begeistert, aber inzwischen möchte ich bei diesem Beruf bleiben.

17. Hattest du vorher andere Berufe/Jobs? Wenn ja, was?

Ja, ich war schwarze Jägerin. Ich habe doch schon erwähnt, dass ich mal Kranke war. Irgendwann als junge Vampirin ging ich mit dem Trend und nahm die Lebensweise an, die ich heute habe. So weiß ich, dass auch Kranke sich ändern können und eine zweite Chance verdienen. Ich habe mich mit Forschern zusammengetan und eine Methode entwickelt, die Seele vom Körper zu trennen. So können nur wenige Jäger jagen und ich gehöre dazu. Also, ja, ich hatte auch davor schon einen anderen Beruf.

18. Warum hast du diesen Beruf/e ergriffen?

Jägerin wurde ich, weil ich wusste, dass ich Glück hatte, als ich mich geändert habe - und ich wollte anderen die gleiche Möglichkeit geben. Ich wollte, dass andere Kranke ebenfalls eine zweite Chance erhielten.
Politikerin wurde ich, weil ich einfach zu römisch bin, um es nicht zu werden, und weil ich eben lange genug überlebt habe. Politik liegt den echten Römern im Blut.

19. Was sagen Fremde/Freunde/Verwandte über dich?

*zuckt die Schultern* Das weiß ich nicht, das muss man schon diese Leute fragen. Ich kann mir denken, dass meine Freunde mich mögen. Und meine Verwandte...Von denen war nur noch Luc übrig und der ist verschwunden...

20. Hast du ein (geheimes) Talent, von dem niemand weiß?

Kann ich mir nicht vorstellen. Ich verberge meine Fähigkeiten für gewöhnlich nicht. Wenn dem doch so ist, dann weiß ich das nicht. Ich weiß viel, aber nicht alles.


Zuletzt von Lamia Lacrima am Do Feb 14, 2013 8:10 am bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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Beitrag von Lamia Lacrima am Sa Feb 02, 2013 1:09 pm

21. Hast du ein sinnloses Talent?

Sinnlos? Es gibt keine sinnlosen Talente, nur welche mit denen wir - noch - nicht umzugehen wissen.

22. Worin bist du richtig schlecht?

Ich kann fremde Sprachen lernen und mich sehr für fremde Kulturen begeistern - aber ich kann mich nicht in diese hineinversetzen. Ich habe null Einfühlungsvermögen. Mir fehlt da häufig das nötige Verständnis.

23. Was für eine Eigenschaft an dir treibt andere in den Wahnsinn, die du aber als Stärke siehst?

Nun, ich beherrsche die Stoa im Schlaf. Das heißt, dass ich mir meinen klaren Kopf nicht von meinen Gefühlen rauben lasse. Es ist sehr selten, dass ich einem starken Gefühlsausbruch erliege und dann muss das Gefühl schon sehr stark sein.
Ich glaube, andere stört das sehr. Sie denken dann, dass ich gefühlskalt bin, dabei handle ich einfach nur zum Wohle aller weiterhin ruhig und überlegt.

24. Wo siehst du dich in ein/fünf/zehn Jahren?

Wenn Chauvelin und ich so weiter machen von einer Horde Kindern und Enkeln und Urenkeln umringt. *lacht* Vielleicht hat sich die Situation bis dahin beruhigt und ich kann mir einen kurzen Trip irgendwohin erlauben.

25. Wie stellst du dir deinen Lebensabend vor?

Da mein Leben unendlich ist, gar nicht.

26. Was glaubst du, wird nach deinem Tod geschehen?

Es wird ein neuer Ältester ernannt. Hoffentlich jemand, der Aqua unterstützen kann, denn diese anderen beiden sind ja ein schlechter Witz.
Oder es gibt Bürgerkrieg.

27. Glaubst du an eine/n Gott/Göttin? Wenn ja, in welcher Form?

Ja!
Ich bin Römerin und wollte früher Vestalin werden, selbstverständlich glaube ich an meine Götter. Aber polytheistisch. Monotheismus ist völliger Blödsinn, denn ein Gott kann nicht gleichzeitig ein Kriegsgott und ein Friedensgott sein. Ich glaube an die römischen Götter und denen kann ich beliebig viele Gottheiten anderer Religionen hinzufügen. Warum soll es die auch nicht geben, wenn es doch immer Menschen gibt, die an sie glauben? Aber an solche Alleinherrscher glaube ich nicht.
Woran ich aber auch glaube, sind Naturgeister. ich habe eine lange Zeit bei einem Indianerstamm gelebt und ihr Leben beobachtet. Diese Art der Weltanschauung hat mich tief im Innersten berührt. Es hat etwas Ursprüngliches.
Allerdings erweise ich den Göttern nicht mit Tieropfern meinen Respekt sondern einfach, indem ich ihr Wirken mit Aufmerksamkeit bedenke. Das ist meiner Meinung nach auch mehr wert.

28. Für was hast du kein Verständnis?

Ich verstehe es gar nicht, wenn eine Person sich für eine andere völlig ändert und/oder aufgibt. Das ist etwas, was ich gar nicht verstehen kann und auch niemals tun würde.

29. Was ist “Mut“?

Mut ist, auf seine innerste Stimme zu hören und das zu tun, was subjektiv gesehen richtig ist.

30. Was hältst du von der Todesstrafe?

Nicht nett, aber manchmal nötig. Nach der Todesstrafe kann man nicht mehr viel steigern, das ist das Problem dran. Man kann noch auf die Folter zurückgreifen, aber dann braucht man jemanden, der da wirklich kein Erbarmen zeigt. Allerdings bin ich auch der Meinung, dass nur wirklich schlimme Bedrohungen, bei denen keine Hoffnung auf Änderung durch lange Haft besteht, damit bestraft werden sollten. Das verhindert eine willkürliche Herrschaft, die nur in Terror ausarten würde.


Zuletzt von Lamia Lacrima am Do Feb 14, 2013 8:11 am bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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Beitrag von Lamia Lacrima am Sa Feb 09, 2013 9:10 am

31. Was willst du mehr als alles andere?

Die, die ich liebe in Sicherheit wissen.

32. Was ist dir total egal?

Das Privatleben anderer Leute. Das geht weder mich, noch sonst jemand Fremden was an.

33. Was für Vorurteile hast du wem gegenüber?

Ich glaube, dass die Jugend sich zu wenig um die Welt um sie herum kümmert. Diese jungen Vampire reichen lange nicht mehr an meine Generation ran.

34. Was für Musik hörst du?

Ich kann Harfe und Klavier spielen, falls das gemeint ist? Ansonsten höre ich am liebsten römische und klassische Musik.

35. Liest du gerne? Wenn ja, was?

Oh ja, ich liebe es, zu lesen. Ich lese so ziemlich alles: Biographien, Geschichtsbücher, selbst wenn ich persönlich anwesend war, Gedichte, Geschichten, Philosophie...Alles. Bücher sind die besten Waffen, die es gibt.

36. Hast/willst du Kinder und warum?

Ich habe Kinder. Zwei, einen Sohn, Lestat und eine kleine Tochter Stella Aurora. Es tut mir leid für die beiden, ihre Kindheit in einer solchen Welt verbringen zu müssen. Meine andere Tochter Svetlana ist leider bald nach der Geburt gestorben. Und dann hatte ich noch Jeanne Blakeney adoptiert, als ihr Vater sich nicht mehr um sie kümmern konnte und ihr Großvater gerade nicht da war. Die streunt jetzt durch die weltgeschichte und meldet sich leider nur noch selten sporadisch bei mir.
Und warum ich Kinder habe? Also, ich bin seit ein paar Jahren mit Chauvelin zusammen, den ich inzwischen auch geheiratet habe. Also habe ich ihn sehr lieb und er mich. Und wenn zwei Erwachsene sich sehr lieb haben und sich weiter nichts Böses denken, dann kommt es manchmal vor, dass sie sich sehr nah sein wollen, miteinander kuscheln und sich küssen. Dann möchten sie dem anderen am liebsten so nah sein, dass sie in den hineinschlüpfen. Und manchmal passiert es dabei, dass dann ein Baby rauskommt. *sieht schon äußerst verlegen drein* Ist die Frage damit genug beantwortet?

37. Was ist das Wichtigste, das du ihnen nahe bringen willst?

Nur weil neben dem Alternativweg ein Stop-Schild steht, heißt das noch lange nicht, dass sie diesen Weg nicht beschreiten sollten.

38. Mit/Ohne was wäre die Welt ein schlechterer Ort?

Je mehr Krieg und Gewalt es gibt, desto schlechter wäre die Welt.
Und ohne mich wäre die Welt natürlich auch ein schlechterer Ort - ganz besonders für mich!

39. Mit/Ohne was wäre sie ein besserer Ort?

Mit mehr Vernunft würde es der Welt sicher besser gehen, denn die meisten Probleme werden durch ungezähmte Gefühlsausbrüche erzeugt.
Und ohne den restlichen Krieg und die Gewalt, wäre die Welt natürlich noch besser.

40. Was ist deine schlechteste Eigenschaft?

Mein Alter. Ich bin schon so alt und habe so viel gesehen und erlebt. Wenn jüngere etwas erzählen, belächel ich sie immer ein wenig. Ich weiß das ja schon.
Ich kenne so viele Wunder auf dieser Welt und je mehr ich sehe, desto mehr verliere ich den Blick dafür. Dann freut es mich, jüngere Vampire zu sehen, wie sie die gleichen Wunder sehen und dann sehe auch ich sie wieder so und kann mich wieder an ihnen erfreuen.


Zuletzt von Lamia Lacrima am Do Feb 14, 2013 8:12 am bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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Beitrag von Lamia Lacrima am Mi Feb 13, 2013 9:44 am

41. Was deine Beste?

Meine Disziplin. Ich erlebe nur sehr selten einen Gefühlsausbruch und kann mich dann auch gleich wieder zur Ordnung rufen.

42. Was würdest du an dir selber ändern, wenn du könntest?

Ich verstehe die Frage nicht ganz? Warum sollte ich etwas an mir ändern? Ich habe Schwächen und Fehler, das gebe ich zu, aber die machen mich genauso zu der Person, die ich bin wie meine guten Seiten. nicht mal meine Vergangenheit würde ich hergeben. Um nichts in der Welt, denn das ist es doch, was einen vervollständigt und zu der gegenwärtigen Person macht. Die Vergangenheit ist es vielleicht sogar, die einem gute und schlechte Charakterzüge gibt, also bin ich die Summe meiner Erinnerungen. Weshalb sollte ich mich aufgeben und jemand anderes werden? Ich hab immerhin 2000 Jahre überlebt!

43. Wenn du dir eine übernatürliche Fähigkeit aussuchen könntest, was würdest du wählen?

Reicht die Beherrschung des Feuers denn nicht aus? Wie gesagt, ich möchte nichts an mir mutwillig ändern. Veränderungen sind notwendig, denn Veränderung bedeutet Leben. Aber sie finden nicht so plötzlich und mutwillig statt, sondern sind ein nie endender Prozess.

44. Für was hättest du gerne mehr Zeit?

Ich würde gerne mal wieder ein Wagenrennen, eine Oper oder ein Theaterstück besuchen. Reisen möchte ich auch gerne wieder mehr und mehr lesen, mehr musizieren. Achja, und vielleicht ein wenig mehr Zeit für meine Familie. Das ist so ungewohnt...

45. Vor was hast du Angst?

*schweigt zögerlich*
Das möchte ich nicht so offen sagen. Es könnte zwar schwerlich gegen mich verwendet werden, aber unter Umständen eben doch...

46. Was ist dir peinlich?

Ich glaube am peinlichsten ist mir, dass Ich so viel älter bin als Chauvelin. Natürlich, als Person betrachtet liebe ich ihn und respektiere ihn voll und ganz. Aber vom Alter her gesehen ist er noch ein richtiges Baby, deshalb würde ich mit ihm niemals über Politik reden.

47. Auf was achtest du als Erstes bei einer Person (des anderen Geschlechts)?

Ich denke mich nach Geschlechtern sortiert. Aber das erste, worauf ich achte ist vermutlich, wie die Person andere behandelt: Herblassend oder mit Respekt.

48. Welche Charaktereigenschaft kannst du nicht ausstehen/ist dir besonders
wichtig?


Nicht ausstehen kann nicht Respektlosigkeit und damit einhergehend ist Respekt für mich eine ganz wichtige Charaktereigenschaft. Respekt und Höflichkeit.

49. Welche Angewohnheit kannst du nicht leiden/findest du super?

Ich mag Pessimismus nicht. Solche Miesepeter können sich selbst nicht freuen und versuchen daher nur die ganze Zeit, anderern die Freude zu verderben. Das ist mies. Wenn sie selbst schlechte Laune haben wollen, ist das ja noch ok, aber wenn sie anderen die Laune verderben, geht das zu weit.
Super finde ich dagegen Reiselust. Reiselust ist eine gesunde Art der Neugier, denn so kann man nur seinen Horizont erweitern.

50. Wo wärst du gerade lieber?

Ich sitze hier in einem hübschen Zimmer auf einem Besucherstuhl. Der Raum ist angenehm klimatisiert, geschmackvoll dekoriert und werde von einer scheinbar recht netten Person interviewt. Warum weiß ich nicht ganz, aber gut. Die Umgebung jedenfalls sorgt nicht dafür, dass ich wo anders hin will. ich fühle mich hier ziemlich wohl.
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Beitrag von Lamia Lacrima am Mi Feb 13, 2013 10:00 am

51. Wie endete deine letzte Beziehung?

Ich hatte nur eine Beziehung und die läuft noch.

52. Fluchst du viel? Wenn ja, was ist dein liebstes Schimpfwort?

Ich erleide nicht solchen Gefühlsausbrüchen...gut, selten.

53. Wieviel Aufmerksamkeit schenkst du deinem Aussehen?

*sieht an sich herab*
Also, es sollte tugendlich sein und geschmackvoll. Klassisch und elegant und würdevoll. Also, römische Kleidung ist eigentlich perfekt.
Ansonsten achte ich nur darauf, dass ich ordentlich aussehe und nicht irgendwie zerrissen.

54. Wenn du nur einen Koffer hättest, in dem du deinen gesamten Besitz packen dürftest, was würdest du hineinpacken?

Warum sollte ich? Ich habe zwei Villen in Rom und überall Freunde oder zumindest die Möglichkeit, unterzukommen.
Meinen Besitz habe ich in meinen Villen. Warum sollte ich den in einen Koffer quetschen?

55. Wieviele Koffer brauchst du, wenn du für ein Wochenende/zwei Wochen in Urlaub fährst?

Für beide Möglichkeiten brauche ich gleich viel: Eine Tasche. Da kommt dann ein römisches Gewand rein, Nadel und Faden zum Flicken von Rissen und das Nötigste, was ich aus meiner Ausrüstung brauche, wenn sich die Gelegenheit ergibt. Alles andere kann ich mir vor Ort besorgen.

56. Wen würdest du gerne einmal treffen?

Jemanden, der einfach...fantastisch ist!

57. Bist du Fan von etwas oder jemandem?

Hm...Ich finde mich ziemlich toll, um ehrlich zu sein. Und meine Zwillingsschwester ist auch echt super. Gibt eigentlich viele tolle Personen.

58. Wie verbringst du einen Abend mit Freunden?

Wir reden, gehen spatzieren...ich weiß nicht. Was solche Freizeitvergnügungen angeht bin ich nicht die treibende Kraft...

59. Gehst du gerne aus und wenn ja, wohin?

Nein, eigentlich nicht. Ich reise nur gerne und das überall hin.

60. Hast du jemals gegen das Gesetz verstoßen?

*schweigt*
Ja...ich denke schon. Sehr oft sogar. Aber es konnt auch drauf an, was man als geltendes Gesetz ansieht.
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Beitrag von Lamia Lacrima am Mi Feb 13, 2013 10:24 am

61. Was müsste passieren, damit du gegen das Gesetz verstößt?

Ich müsste es für richtig halten. Beispielsweise, wenn die Vampirgemeinschaft ansonsten gefährdet wäre.

62. Wieviel Zeit brauchst du morgens im Badezimmer?

Nicht lang. 10-15 Minuten vielleicht. Längstens.

63. Wie verbringst du einen freien Tag?

Mit dem, was mir Freude macht, selbst verständlich, Allerdings so einen richtigen freien Tag kann es nicht geben, weil ich mich in Gedanken immer mit Politik befassen würde.

64. Was magst du an deiner Arbeit/Schule?

Ich mag daran, dass ich wirklich etwas ändern kann. Dass ich versuchen kann, diese Welt ein winziges Stück besser zu machen. Und außerdem hört man natürlich auf mich, das ist auch ein schöner Nebeneffekt.

65. Was magst du nicht an deiner Arbeit/Schule?

Ich weiß, dass ich es nie jedem recht machen kann. Keiner weiß das, wie ich. Aber alle Sterne im Himmelszelt würden erlöschen, würde ich das auch nur für einen Augenblick akzeptieren.

66. Hast du einen geheimen Traum, von dem du bis jetzt niemanden erzählt hast?

Was habe ich zum Thema Geheimnisse gesagt? Wenn man sie offen sagt, dann sind sie keine mehr! *lächelt wissend*

67. Was möchtest du im Leben erreichen?

Was könnte ich denn noch erreichen? Ich bin doch schon alles, was ich jemals sein wollte und habe noch so viel mehr dazu bekommen.

68. Wie ordentlich ist deine Wohnung/dein Zimmer?

Ich bin eigentlich relativ ordentlich. ich habe auch nicht genug Zeit, um Unordnung zu schaffen. Aber vor allem bei meiner ausrüstung bin ich ordentlich.

69. Wie teuer sind deine Kleidung/Möbelstücke?

Ich lege Wert auf einen exquisiten Geschmack, was Mobiliar angeht. Mein Mobiliar in meiner Villa ist antik. Alles Originale. Das ist mir sehr wichtig und spricht meiner Meinung nach auch für Stil. Es ist also teuer.
Bei der Kleidung lege ich wert darauf, dass sie sauber und nicht zerrissen ist. Ordentlich genäht, deswegen mache ich das selbst. Aber hier kommt es mir nicht auf den Preis an, sondern darauf, dass die Kleidung Klasse zeigt.

70. Besitzt du einen Terminkalender und wie oft benutzt du ihn?

Was ist ein Terminkalender? Ich weiß meine Termine auswendig! Wer das nicht tut, der lässt sich zu leicht ablenken und ist zu vergesslich.
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Beitrag von Lamia Lacrima am Do Feb 14, 2013 7:54 am

71. Was würdest du machen, wenn du 1000€ finden würdest?

Vermutlich würde ich das Geld zu einem Waisenhaus bringen oder die Vampire von der PR-Abteilung fragen, ob sie was brauchen. Ich selbst brauche ja kein Geld, kann also auch nichts damit anfangen. Natürlich habe ich ein gewisses Vermögen, soweit ich mich in der Menschenwelt bewegen muss, aber was das angeht sind das Ländereien, die schon in der Antike meiner Familie gehört haben und so nun mir zugefallen sind. Die werden verpachtet. Inzwischen sind das Ländereien auf der ganzen Welt. Aber ich muss mich da nicht drum kümmern. Die von der PR-Abteilung verwalten das und kümmern sich um alles. Ich brauche ja nicht viel und den Rest können sie für ihren Bedarf nutzen und an die anderen Vampire verteilen. Wer eben was braucht.
Und die geben einem auch die Währung, die in den jeweiligen Ländern gehandelt wird. Ich müsste mal nachfragen, wo das „€“ sind, die Währung kommt mir ganz und gar unbekannt vor...

72. Was würdest du machen, wenn du im Lotto gewinnen würdest?

Hab ich mich nicht klar genug ausgedrückt? Ich benötige so viel Geld gar nicht! Außerdem bin ich intelligent und habe in den 2000 Jahren auch ein wenig Mathematik mitbekommen und weiß daher, dass nur leichtgläubige Vollpfosten Lotto spielen – ich also nicht!

73. Wie viel Geld hast du im Monat zur freien Verfügung und wofür gibst du es aus?

Das kommt darauf an, in welcher Währung? Es ist genug, dass ich in der Welt der Menschen ein Zimmer in einem Wirtshaus mieten kann, wenn ich das benötige. Ich kann auch Stoffe und Gebrauchsgegenstände in der Welt der Menschen kaufen. Vermutlich könnte ich auch in Immobilien investieren und diese dann weiter vermieten, aber wozu? Andere könnten das Geld dringender brauchen. Und was ich brauche, bekomme ich normalerweise auch mit wesentlich mehr Qualität von Vampiren und wir Vampire haben keine Währung. Jeder macht, was er am besten kann und hielft damit allen anderen.

74. Was ist das Erste, das du nach dem Aufstehen tust?

Als erstes überprüfe ich die Goldene Ader auf Neuigkeiten. Früher bin ich danach aufgestanden und habe mich hergerichtet. Jetzt kuschel ich mich an Chauvelin und beobachte seinen Schlaf mit einem glücklichen Lächeln...wenn er denn bei mir ist...

75. Was machst du wirklich jeden Tag?

Ich bin ein Gewohnheitsvampir, da gibt es einiges. Ich überprüfe die Goldene Ader, ich zerbreche mir den Kopf darüber, wie die Vampire möglichst unbehindert leben können, die Menschen dabei aber möglichst gar nicht gefährden, damit die Jäger sich nicht beschweren können und die Vampire möglichst sicher sind. Dann kümmer ich mich auch jeden Tag zumindest in Gedanken um meine kleine Familie. Ich kleide mich in meine römische Garderobe und ich ehre die Götter am Hausaltar. Ich bewundere die Schönheit Roms und bin jede Nacht aufs Neue dankbar, eine Vampirin zu sein.

76. Hast/nutzt du ein Handy?

Ein was?

77. Wohin möchtest du unbedingt einmal verreisen?

Ich war fast schon überall, aber Tansania fehlt mir noch. Dort will ich mal hin. Und ich möchte auch so gerne mal wieder nach Kanada!
Und ich möchte an einen Ort, an dem die Menschen die Vampire nicht fürchten, wo alle Lebewesen in friedlicher Eintracht miteinander leben.

78. Was würdest du niemals essen?

Manche Vampire handeln ja Blutrezepte oder Ähnliches. Also, Blutkuchen und so.
Ich bleibe lieber bei dem altbewährten Blut frisch aus der Zapfsäule an der Halsschlagader eines Menschen.

79. Bist du gegen irgendetwas allergisch?

Ja, gegen grellbunte Farben, gegen Geringschätzung Roms und allem, was mit Rom zu tun hat – schließlich ist Rom in allen Disziplinen unübertroffen: Kunst, Mode, architektur, Wissenschaft, Philosophie, Erfolg. Rom ist ÜBERALL Spitzenreiter! -, gegen einen Mangel an Respekt und gegen dämliche Fragen!

80. Was würdest du niemals anziehen?

Eine von Percys Kreationen, bei der Laila ihm nicht genug auf die Finger geklopft hat.und Kleidung die zu freizügig ist. Letzteres trifft bei Percys Kreationen eindeutig zu. Was die Frauen in seinem früheren Umfeld alles an Busen gezeigt haben, ist ja schauderlich!!!
Leider gehört dazu auch das, was Aqua und Cal mir an Kleidung raussuchen und ich fühl mich darin so fürchterlich entblößt....
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Beitrag von Lamia Lacrima am Do Feb 14, 2013 8:06 am

81. Bist du lieber alleine oder unter Anderen?

Das kommt ganz auf die Situation und die Personen an. Ich verbringe meine Zeit gerne mit denen, die ich sehr liebe. Ich genieße es, mich unter das Vampirvolk zu mischen und sie zu beobachten und mich daran zu erfreuen, zu wissen, dass ich dazu beigetragen habe, dass sie nun dies und jenes genießen können.
Dann gibt es aber auch Besprechungen, die mir unangenehm sind. Und einfach Momente, in denen ich einen Moment für mich brauche, um wieder Klarheit in meinem Kopf zu schaffen, um den Nebel zu vertreiben und wieder zu sehen, wo der richtige Weg ist – und das Ziel am Horizont zu erkennen, zu dem mich mein Weg führen wird.

82. Was hältst du von Sport?

Oh, ich habe den Gladiatoren-Kämpfen mit Begeisterung beigewohnt! Sowas bringen sie ja nicht mehr. Die Sportarten dieser Zeiten sind viel zu verweichlicht und lasch. Den Olympischen Spielen konnte ich auch nur beiwohnen, wenn ich meinen Geist ausschweifen ließ. Ich rede hier von den echten Olympischen Spielen in Griechenland, an denen nur Männer teilnehmen und nur Männer beiwohnen durften. *kicher* Ich weiß auch, weshalb die solche Angst davor hatten, dass Frauen da zusehen. Also, inzwischen, wenn ich das so rückblickend betrachte...Seitdem ich eine Beziehung habe...also, was die Sporttrikots angeht... Ich hoffe, jeder weiß, wovon ich spreche?
Ich kaufe den Griechen deren Schönheitsideal vom Mann nämlich nicht ab!

83. Warst du bei den letzten Wahlen und wen oder was hast du gewählt?

Selbstverständlich war ich da dabei! Seitdem ich die Möglichkeit, Aufsichtsräte zu wählen, geschaffen habe, habe ich nicht eine Wahl verpasst. Und ich habe die Wahlen auch immer mit organisiert. Leider musste ich feststellen, dass seitdem die Magier kamen nur noch wenige Jäger verblieben sind. Ich wurde Jahrhunderte lang einstimmig immer zur Vorsitzenden gewählt – damals habe auch ich mich gewählt. Doch seit meiner Ernennung zur Ältesten habe ich immer Cal gewählt. Sie war zwar auch so schon meistens im Aufsichtsrat, aber ich bin der Meinung, dass sie eine gute Nachfolgerin als Vorsitzende machen würde. Sie ist meine erste Schülerin und ich kann kaum genug ausdrücken, wie stolz ich auf sie bin!

84. Was hältst du von der Emanzipation?

*lächelt weise* Ja, mein Kind, welche Emanzipation meinst du denn? Zu meiner Zeit war mit Emanzipation gemeint, dass ein Sohn sein eigenes Oberhaupt wurde und nicht mehr seinem Vater unterstand.
Im Laufe der Geschichte gab es viele, viele Emanzipationen. Schlag ruhig mal in einem Buch nach.
Für gewöhnlich meint man heute aber die Frauenbewegung, angetrieben durch die Suffragetten, in Deutschland wurden sie Blaustrümpfe genannt.
Ich will es mal so erklären: Hätte zu meiner Zeit eine Frau sowas versucht, dann hätten die Männer etwas verständnislos geguckt und die anderen frauen hätten sie zur Seite gezerrt und gesagt: "PSST! Du verdirbst noch alles! Du darfst das ighnen doch nicht so auf die Nase binden, dann sind sie ja gewarnt! Nein, wir nehmen uns schon, was uns zusteht, aber das machen wir still und ohne, dass sich jemand daran stört. So ist es unsere Art. So machen wir Politik und so händeln wir auch das."
Das war unsere Art. Ja, verschlagen, das trifft das wirklich.
Nach dem Ende Roms und der Machtergreifung – und ja, ich benutze absichtlich diese Bezeichnung! - des Christentums wurde leider scheinbar alles unternommen, um den griechen – die man ja eigentlich als heidnisch ablehnte – so ähnlich wie möglich zu werden.
Dieser Schlachtruf war dringend nötig! Wenn uns nicht die Möglichkeit gelassen wird, das so zu erreichen, dass sich die fehlerhafte Schöpfung Mann daran nicht stört, dann müssen wir nunmal zu drastischeren Maßnahmen greifen und sogar auf die Straße gehen. Einmal kam das in Rom auch vor. Wir wollten ein Gesetz abschaffen, das uns den Besitz von mehr als einer bestimmten Menge Schmuck verbot. Es wollte niemand hören, also haben wir uns Leute gesucht, die uns zuhören. MUnd da haben sie uns zugehört. Und Viele waren unserer Meinung. Ein Gesetzt, das überflüssig geworden ist, muss aufgehoben werden!

85. Wie tolerant bist du gegenüber anderen Völkern/Kulturen/Rassen?

Ich bin ein Vampir und ich bin Älteste und ich bin ÜBER 2000 JAHRE ALT!
Und das Wichtigste: Ich bin Römerin! Wir haben Völker und Kulturen erobert – zunächst natürlich mit harter Hand, aber wer einmal zu Rom gehörte, konnte von so vielen Vorteilen profitieren! Wir holten das Beste aus den Provinzen! Und wir liebten die exotischen Waren, die aus den Provinzen geliefert wurden. Wir haben sie so eingegliedert, dass ihre Kultur nicht nur erhalten, sondern sogar verbreitet wurde!
Und was andere Rassen angeht: Wir brauchen sie und sie brauchen uns. Symbiose nennt sich das. Ein Fachbegriff aus der Biologie, wenn zwei Lebewesen friedlich zusammen leben und sich gegenseitig am Leben halten.

86. Magst du Karneval?
*denkt nach* Ja, eigentlich schon. Bei meiner Ernennung zur Ältesten haben wir danach noch venezianische Masken getragen und Karneval gefeiert. Bis auf gewisse unerfreuliche Begebenheiten, die mich fast getötet hätten, war es wirklich schön.
Achja, Artan: Ich hoffe, es freut dich, mich fast getötet zu haben? Du warst so nahe dran...

87. Was/Wen findest du witzig?

*überlegt* Also, Martial war wirklich sehr amüsant. Er war zwar kein angenehmer Zeitgenosse, aber man konnte sich über ihn amüsieren, wenn man nicht gerade sein Opfer war.

88. Machst du dich über Andere lustig und wenn ja wann/warum?

Nein, das mache ich normalerweise nicht. Nicht, dass ich nicht oft genug den Kopf über andere schütteln müsste und das Bedürfnis hätte, sie durch sowas wieder zur Vernunft zu bringen, aber mir fehlt die Begabung dahin gehend.

89. Welche Jahreszeit gefällt dir am besten?

Ich mag den Sommer am liebsten. Er erinnert mich, wo ich auch bin, an meine Jugendzeit. An diese unglaublich heißen Sommertage, wenn man froh war, dass die Villa durch das Wasser im Impluvium klimatisiert wurde. Wenn man höchstens im Schatten im Garten wandelte und eigentlich im Haus blieb – oder gleich aufs Land in eine Villa fuhr, weil es in der Stadt so unerträglich heiß war und stank. Der Geruch des Tibers war im Sommer wirklich erbärmlich!
In diesen Sommern auf dem Land verlebte ich wunderschöne Zeiten! Ich spielte mit Luc, lernte auf Bäume zu klettern, schlich den Bauern nach, wenn sie zur Weinlese gingen und durfte dann einen kleinen Korb mit Weintrauben mit nach Hause bringen, als man mich entdeckte und wir schon zu weit weg waren. Die selbst gepflückten Weintrauben waren die süßesten und schmackhaftesten! Wirklich, darauf schwöre ich!
Ich bekam mit 5 Jahren auch ein Pferd und lernte Reiten. Wirklich, ich fühlte mich wie im Elysium in diesen Sommern!

90. Hast du Angst vor dem Tod?

Nach einem Leben, das über 2000 Jahre währte? Nein, habe ich nicht. Ich habe so viel gesehen und erlebt vor dem ich viel mehr Angst habe als vor dem Tod. Tatsächlich glaube ich, dass der Tod wesentlich gütiger ist, als wir denken. Wenn es so weit ist, geht vermutlich beinahe jeder gerne mit ihm. Nein, ich habe keine Angst vor dem Tod. Ich bin gestorben, als ich ein Vampir wurde. Er hat mich mein Leben lang begleitet. Der Tod ist wie ein alter Freund.
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Beitrag von Lamia Lacrima am Do Feb 14, 2013 8:07 am

91. Hattest du schon mal eine Nahtoderfahrung?

Ja, aber nicht in dem Sinne, wie du denkst. Ich dringe in den Geist der Menschen ein, von denen ich trinke und als ich Kranke war, habe ich die Menschen getötet. Es hat mir einen Kick gegeben, so lange wir möglich in ihnen zu sein, ehe sie mich mit in den Tod ziehen. Manchmal war es sehr knapp.

92. Glaubst du an Übernatürliches/Paranormales?

Ja, das tue ich. Schon immer eigentlich. Auch bereits in Meiner Kindheit, war das "Übernatürliche" eigentlich ganz natürlich und das ist es auch heute noch für mich. Es ist ein Teil dieser Welt und genauso natürlich wie ich es bin.

93. Bist du abergläubisch?

Nun, ich glaube an meine Götter. Ist das ein Aberglauben? Vor schwarzen Katzen laufe ich jedenfalls nicht weg.

94. Was hältst du von der Ehe?

Die Ehe der Menschen? Für die Tonne! Wer heiraten will, sollte sich sicher sein, dass er den Rest seines Lebens mit der anderen Person verbringen will.
Daher bin ich auch eher für die Vampirehe und was das angeht habe ich geheiratet. Den ertsen und einzigen Mann, den ich jemals wirklich und aufrichtig lieben werde. Ich verstehe, dass nicht jeder diesen Schritt wagen würde, aber man muss auch auf die richtige Person treffen. Und Chauvelin und ich sind meiner Meinung nach mit Abstand das süßeste Pärchen!

95. Bist du für oder gegen Gentechnik und warum?

Einerseits bin ich dagegen, denn was natürlich entstanden ist, ist vollkommen ein Werk der Götter und perfekt, wie es ist. Andererseits probieren auch die Götter herum. Sie brauchen länger und nur wer wie ich ewig lebt, hat das Glück, ihre Wunder betrachten zu können. Menschen können das nur durch Gentechnik. Das gibt ihnen vielleicht einen kleinen Einblick an die Welt der Wunder, die sie umgibt, doch wirklich von wahrem Wert sind diese Krabbelversuche nicht.

96. Bist du für oder gegen Sterbehilfe und warum?

Ich denke nicht, dass ich in der Lage bin, ein Urteil über ein so sensibles Thema zu fällen. Es gibt Situationen, die ich mir nicht vorstellen kann. Es gibt keine Pauschalantwort "Ja" oder "Nein", wie wir das so oft so gerne hätten. Je nach Situation halte ich Sterbehilfe für eine echte Möglichkeit. In solchen Situationen kann man nur auf die Ethik und die Moral der Personen vor Ort vertrauen, dass sie die richtige Entscheidung fällen.
Erschwert wird das dadurch, dass niemand weiß, was einen auf der anderen Seite wirklich erwartet.
Ich kann nur hoffen, selbst nie in die Lage zu kommen, in der ich entscheiden muss, ob ein Lebewesen weiterleben soll oder nicht.
Ja, eigentlich bin ich täglich in der Lage und dann entscheide ich schnell, doch Sterbehilfe ist für mich der Mord an einem Menschen, der nicht mehr in der Lage ist, Selbstmord zu begehen – vielleicht aber genau das will. Und in der Lage war ich noch nie.

97. Bist du für oder gegen Abtreibung und warum/in welchen Fällen?

Ich möchte klar stellen, dass jede Frau, die schwanger wird ihren Körper großzügigerweise der Aufzuch neuen Lebens zur Verfügung stellt. Sollte sie das aber nicht wollen, ist das immer noch der Körper der Frau – dem Wesen, das, wenn es will, noch so vielen Lebewesen mehr Leben schenken kann. Wenn eine Frau also nicht schwanger sein will, hat sie immer und in jeder Situation das Recht darauf, dieses Leben zu töten, bzw. töten zu lassen. Ein einziges Leben, das diese Frau nicht zur Welt bringen wollte, verhindert nämlich unter Umständen das Leben vieler weiterer. Ein Kind ist nur ein Gast und ein Gast soll gehen, wenn der Bewohner es so wünscht.
Eine Schwangerschaft und eine Geburt belastet den Körper einer Frau sehr, manchmal sogar lebensgefährlich. Niemand, außer der Frau selbst, hat das Recht, sie so in Gefahr zu bringen.

98. Was ist deiner Meinung nach die optimalste Staatsform?

Ich habe eine Staatsform erfunden und errichtet. Der Vampirstaat funktioniert einwandfrei und wir hatten nie Probleme mit Korruption oder dergleichen, also, diese.

99. Bist du technisch/handwerklich geschickt oder eher tollpatschig?

Ich kann mir meine Schuhe und meine Kleidung selbst machen und spiele mehrere Instrumente, man kann also sagen, dass ich eine gewisse Begabung besitze.

100. Bist du optimistisch/realistisch/pessimistisch und warum?

Ich bin römisch. Das ist eine ganz eigene Sicht der Dinge. Etwas zwischen Optimismus und Realismus. Nur nicht ganz so blind und nicht ganz so grau.
Jede Nacht, wenn ich erwache, sehe ich die Welt wie nach meiner Verwandlung: Als den wunderschönen Ort, der sie ist. Ich sehe all die Möglichkeiten, die es gibt. Andere sehen das nicht. Und zwischen all den Möglichkeiten leuchtet ein goldener Weg für mich auf: Mein Weg, der Weg, den ich beschreite.
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Beitrag von Lamia Lacrima am Do Feb 14, 2013 8:15 am

02.01.227 v. Chr.

Ein leises Stöhnen wuchs in Iúlias Brust an und suchte sich seinen Weg über ihre Lippen. Sie fühlte sich furchtbar!
Dabei hatte sie doch-!
Schlagartig war die junge Römerin hellwach und saß aufrecht auf dem Bett. Tiefe Dunkelheit umgab sie.. Nein...eigentlich...
Sie fühlte sich eigenartig...irgendwie merkwürdig. Und diese Dunkelheit war...es war nicht so dunkel...
„Iúlia“, hörte sie eine zaghafte Stimme und wandte den Kopf, wusste aber genau, wer da saß. Luc, ihr lieber Cousin...ihr...
Bilder schossen ihr durch den Kopf und sie griff sich überrascht an die Schläfe. Sie war unterwegs mit zwei Freundinnen. Sie hatte darüber gesprochen, dass sie bald Priesterin werden würde und eine hatte gemeint, sie hätte sie sich auch nie als treu sorgende Mutter vorstellen können. Nein, da waren sie einer Meinung gewesen, ihre Wahl war sicher die richtige.
Aber dann...Irgendetwas hatte die anderen beiden angegriffen. Ein wildes Tier?
Iúlia schüttelte den Kopf. Sie bemühte sich, zu verstehen, was geschehen war.
Nein, kein Tier...es war ein Mensch gewesen. Sie wusste noch wie sie vor Angst gerannt war. Sie hatte nur weggewollt. Und sie war sicher noch nie zuvor so schnell gelaufen, doch dann hatte es sie erwischt und sie gebissen...in den Hals...
Mit der Zeit war sie zu schwach geworden, um sich weiter zu wehren, aber ein Geruch war ic´hr in die Nase gestiegen... LUC!
Aber dann... Da war doch noch was! Ja, genau, irgendwann hatte der angreifer sie gezwungen, etwas zu trinken und hilflos vor sich hingebrabbelt.
Danach war die Welt schwarz gewesen.
War sie tot?
„Iúlia?“, sprach die Stimme wieder und sie erkennte nun Luc, der in einer dunklen Ecke saß, neben ihm eine Frau mit rotbraunen Haaren.
„Deine Cousine ist wirklich außerordentlich schön, Luc“, bemerkte die Frau nun mit einem leichten Lächeln und erhob sich mit der Eleganz einer Raubkatze.
„Wirklich, du hast einen guten Geschmack, auch wenn du eigentlich noch zu jung für einen Abkömmling bist. Diese hier... Recht viel länger hättest du auch nicht mehr warten dürfen. Sieh in ihre Augen! Noch nicht von den Menschen verdorben. Sie ist Rohmaterial. Ich sag dir, mein Kind, diese Vampirin...Die Welt wird einmal vor ihr niederknien! Kein Wunder, dass du die Finger nicht von ihr lassen konntest, ihr muss man ja erliegen! Es wäre wahrlich eine Schande, wenn sie altern und sterben würde.“
„Wer seid Ihr?!“, fauchte Iúlia die Frau wütend an und behielt sie im Blick. Sie kannte Luc, der war ihr Cousin und mächtig in sie verschossen, der würde ihr nichts tun, aber die frau redete merkwürdiges Zeug.
„Komm her, Iúlia, komm her, kleine Römerin.“
Die Frau nahm sacht ihre Hand und zog sie mit einer übermenschlichen Kraft zu sich.
„Deine Cousine ist so ein zartes Geschöpf und dennoch so wild und kämpferisch wie eine Löwin. Und du weißt ja, der Löwe ist vielleicht der König der Tiere, doch die Löwin weiß, wie man mit dem Fußvolk umzuspringen hat.“
„Luc!“, rief Iúlia ihren Cousin verärgert, als dieser immernoch nur fasziniert ihnen beiden zusehen konnte.
„Überforder den Kleinen nicht, meine Liebe. Mein Name ist Selenia. Solche Dinge, wie sich schnell vorzustellen vergisst man in meinem Alter. Ich sehe es dir an, all die Fragen, die dich bestürmen. Nicht so schnell, meine Liebe, nicht so schnell. Du hast alle Zeit der Welt. Wirklich. Du gehörst nun zu uns.“
Selenia erhob sich anmutig und zog Iúlia mit sich.
„Luc, geh, ich möchte ein wenig Zeit allein mit dem neusten Zuwachs unserer Familie verbringen. Du kannst derweilen ein wenig üben.“
Zuerst schien es, als wollte Luc widersprechen, doch dann erhob er sich, nickte der Frau zu und ging. Nun war Iúlia mit Selenia allein, die sich nun wieder mit ihr hinsetzte.
„Ich habe dich sicher ein wenig überfordert, ich werde dir nun erst mal eine Sache erklären: Du bist eine Vampirin. Das ist nur einer von vielen Namen, die man uns gibt. Ich bevorzuge „Kinder der Nacht“. Aber das ist vermutlich zu veraltet, für die jetzige, moderne Zeit. Weißt du, was Vampire tun?“
Scheigen und leichtes Kopfschütteln.
„Nun, ich sollte dir sagen, dass das Sonnenlicht unsere größte Schwäche ist. Ansonsten können wir offiziell nur durch Enthauptung und Feuer sterben. Bitte, probier es nicht aus. Das mit der Sonne, mein ich. Wenn du so alt bist, wie ich, dann kann dir aber auch die Sonne nichts mehr anhaben. Deswegen sind wir auch so blass. Du hast noch eine recht dunkle Hautfarbe, aber die und deine Körperwärme wirst du in Zukunft nur erhalten, wenn du Blut trinkst.“
Diese Nachricht saß. Iúlia glaubte sich in einem Irrenhaus und wollte weglaufen. Schreien und weglaufen, wie ein kleines Mädchen. Aber dieser Blick der Frau...sie konnte sich einfach gar nicht losreißen....
Nein!
Mit aller Disziplin senkte sie zuerst den Blick, ehe sie aufspringen und zur Tür rennen wollte, doch nach dem ersten Zucken ihres Körpers hatte sich die Hand dieser Frau fest und ihr Handgelenk geschlossen und hielt sie an Ort und Stelle.
„Nicht doch. Du kannst nicht vor dem davon laufen, was du bist. Und dort draußen würdest du untergehen.“
Eine dieser unbarmherzigen Hände wanderte nach oben und hielt ihr Kinn sanft fest.
„Du müsstest dich sehen! Ich bin nun schon so alt und habe noch nie eine größere Schönheit erblicken dürfen!“
„Ich bin nicht schön!“, antwortete Iúlia bestimmt.
„Doch, das bist du. deine Hülle muss gewiss gefallen, doch ich kann in deine Seele sehen und ich sage dir, ich habe nie eine schönere gesehen. Das ist auch etwas, was wir Kinder der Nacht können: Wir sehen in die Seelen der anderen und in deiner Seele sehe ich, dass du es zu etwas bringen wirst. Dass viele Vampire auf dich hören werden. Gewiss, du musst viele Entbehrungen einstecken, aber du wirst dich immer für das Richtige entscheiden, denn das bist du. Du liebst Rom, das sehe ich und auch wenn ich durch mein Alter weiß, dass auch ein so glorreiches Imperium wie Rom zu Staub werden muss, so weiß ich auch, dass du es in deiner Seele trägst. Ich habe noch nie einen Vampir getroffen, der ein ganzes Imperoium, eine ganze Kultur, Epoche und Herrschaft in sich trägt. Eigentlich wollte ich dich deinem Cousin ja überlassen, weil er dich gar so gern hat doch das kommt nun nicht mehr in Frage. Halte dich fern von den Männen, Iúlia, sie werden dir immer nur im Weg stehen und dir alles neiden und nur versuchen, deinen Stern zum Fallen zu bewegen. Lasse dich niemals von ihnen beherrschen.“
„Ich...ich verstehe das alles nicht so ganz“, gab Iúlia völlig verwirrt zu. Das...nein, das ging nicht. Das war....
„Schlaf, meine Kleine, ich werde dir im Traume erklären, was ist“, versprach Selenia mit dieser besonderen Stimme, die in Iúlia tiefes Urvertrauen weckte und die neugeborene Vampirin sank in einen ruhigen Schlummer und im Traume spürte sie die Nähe einer anderen Person und erfuhr nun so vollkommen unterbewusst von dem Leben ihrer zukünftigen Mentorin – und erahnte, was ihr widerfahren würde.
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Beitrag von Lamia Lacrima am Do Feb 14, 2013 8:18 am

03.01.227 v. Chr.

Als Iúlia wieder aufwachte, war sie allein in diesem Zimmer und fühlte sich merkwürdig. Ihr Körper schmerzte. Sie spürte ein Ziehen in ihrem ganzen Körper.
Mit einem leisen Grummeln, stand sie auf und sah sich in dem Zimmer um. Einen Moment war sie ganz still und lauschte. Sie hatte in ihrem Traum Einiges erfahren. Auch, dass ihre Sinne nun wesentlich schärfer waren.
Und tatsächlich: Sie hörte etwas. Leise Stimmen, die miteinander sprachen.
Ein wenig mutiger legte sie ihre Hand auf die ziemlich schwer aussehende Tür und wie von selbst öffnete sich diese.
„Wie schön, dass du zu uns rausgekommen bist“, begrüßte sofort Selenias Stimme sie, umschmeichelte sie und hüllte sie ein wie eine warme Decke.
„Iúlia, ist dir nicht gut?“, fragte Luc und sah sie besorgt an.
„Ich-“
Ihre Stimme fühlte sich kratzig an, als hätte sie sie sehr lange nicht benutzt.
„Ich fühle mich komisch“, meinte sie dann heiser.
„Es...es schmerzt in meinem Körper. Als...als würde ich innerlich verbrennen.“
Selenia betrachtete sie interessiert und lächelte dann leicht.
„Wirklich, Luc, du hast mit deiner Cousine voll ins Schwarze getroffen! Wir haben hier ein potentielles Schwarzblut. Ach, ich wünschte ich hätte sie gefunden! Aber immerhin kann ich ihre Mentorin werden.“
Iúlia verstand das alles nicht so wirklich. Schwarzblut? Der Begriff war irgendwie vertraut, irgendwie...
Plötzlich war Selenias Gesicht ganz nah vor ihrem und sie strich ihr über die Wangen.
„Das, was du fühlst, mein Kind, ist der Durst. So wie du empfinden ihn nur äußerst wenige. Es ist schmerzhafter als das Empfinden der meisten anderen Vampire. Die meisten fühlen nur ein Brennen in der Kehle, wie bei einem Menschen, der nach Wasser dürstet, doch dein Körper schreit mit jeder Faser nach dem Wunderelixier, das die ganze Welt begehrt. Blut. Sieh nicht so geschockt aus, du wirst es lieben...es genießen. Du bist auserwählt, mein Kind. Das Blut, musst du wissen, ist das Äquivalent zur Seele in der sterblichen, fleischlichen Welt der Menschen. Wir kontrollieren zwei Ebenen der Wirklichkeit. Die geistige und die fleischliche Ebene. Menschen dagegen sind dazu verdammt, nur die fleischliche Eben wahrzunehmen.“
„Warum verwandeln wir sie dann nicht alle, damit sie auch daran teilhaben können?“, fragte Iúlia erstaunt und setzte sich, gebannt von dem Zauberklang der Worte ihrer Mentorin, zu ihr. Iúlia selbst war eine begnadete Rednerin, doch sie war vollends gefangen von der ganzen Präsenz dieser Frau, die sie erst einen Tag kannte und doch war ihr, als hätte sie sie ihr ganzes Leben lang begleitet.
Ein wunderschönes Lachen erfüllte den Raum und umspielte Iúlia wie ein zarter, warmer Frühlingswind.
„Alle Menschen verwandeln? Du hast wirklich ein gutes Herz und bist so herrlich unbedarft! Gänzlich unverdorben! Und dennoch voll und ganz der Inbegriff des römischen Imperiums. Sag mir, kleine Römerin, wie viele Esel sitzen denn im Senat?“
„Meiner Meinung nach sitzen da ausschließlich Esel. Na gut, ein paar sind keine Esel, es gibt auch einige Hornochsen“, antwortete sie mit einer überraschenden sachlichen nüchternheit.
Wieder erklang dieses herrliche Lachen, das sie völlig in den Bann der älteren Vampirin zog, ihr selbst ein entzücktes Lächeln auf die Lippen zauberte.
„Humor. Wirklich, Humor hätte ich nicht erwartet, aber es passt. Wenn man es genau nehmen will, passt es und rundet das Bild ab.“
Selenia erhob sich und ergriff sanft Iúlias Hand.
„Du hast Durst, Liebes. Komm mit mir, wir kümmern uns darum. Heute werde ich noch nicht mit dir jagen gehen. Heute werden wir eine Zeremonie begehen. Ich möchte sie bei uns willkommen heißen. Das erste Mitglied deines Zirkels, Luc. Du hast sie zwar nicht so verwandelt, wie es sich gehört, aber ihr habt das gleiche Blut. Nunja, fast. Ihr seid blutsverwandt, aber deine Cousine...“
Iúlia begegnete dem Blick der alten Vampirin völlig ruhig, aber auch fasziniert und hingerissen.
„Ich habe noch nie jemanden wie sie kennen lernen dürfen. Sie ist ein ungeschliffener Diamant.“
Langsam und immernoch ein wenig verwirrt von den Worten ihrer neuen Mentorin, folgte Iúlia dieser aus dem Raum eine Treppe hinab in einen großen, schönen Aufenthaltsraum, wo noch andere Vampire waren. Sie erkannte es an ihrem Geruch.
„Darf ich euch vorstellen? Das jüngste Mitglied dieser Gemeinschaft: Iúlia. Iúlia, wir sind die Gemeinschaft des blutenden Mondes – und du bist nun ein Teil von uns. Lasst uns die Zeremonie vollziehen, die sie zu einer von uns macht.“
Iúlia verstand nicht ganz, was um sie herum vor sich ging, doch plötzlich war da hektische Betriebsamkeit um sie herum. Die Vampire wuselten herum und Iúlia fühlte sich plötzlich extrem überflüssig.
„Kleines, folge mir“, hörte sie wieder diese merkwürdig vertraute Stimme Selenias und folgte ihr in einen kleinen Nebenraum, wo sie zunächst gebadet wurde. Danach knüpfte Selenia ihr blutrote Bänder und kleine, rote Blümlein ins Haar. Ihr wurde ein zarter Duft aufgelegt. Iúlia konnte ihn nicht genau definieren, aber er war zauberhaft.
Danach wurde ihr besondere Kleidung angelegt. Römische Kleidung.
Zunächst glaubte Iúlia, dass sie komplett schwarz war, doch wenn das Licht des Feuers in einem bestimmten Winkel einfiel, glänzten fremde Schriftzeichen blutrot auf dem Stoff.
„Was steht dort?“, fragte Iúlia und fuhr fasziniert die Zeichen nach. Sie waren wunderschön.
„Alles“, lautete die geheimnisvolle Antwort Selenias, „und Nichts. Für dich wird einmal alles dort geschrieben stehen, kleine Römerin. Doch gib dir Zeit, denn du hast alle Zeit der Welt.“
Die Antwort war für die neugierige Iúlia nicht gerade zufriedenstellend, doch sie fragte nicht weiter nach. Sie war immerhin intelligent genug, um zu wissen, dass sie keine eindeutigere Antwort bekommen würde.
„Lass dich ansehen“, forderte Selenia schließlich und betrachtete Iúlia aufmerksam von ob bis unten, bis sie zufrieden nickte und sie wieder aus dem Zimmer und durch den großen Aufenthaltsraum führte. Sie gingen eine Treppe runter und gelangten in einen kleinen Vorraum, wo Selenia noch mals ihrer beider aussehen überprüfte. Iúlia wusste nicht, wann die Vampirin es getan hatte, aber sie trug nun ebensolche Gewänder wie sie Selbst. Der Stoff war weich und fließend und kleine, goldene Spänglein hielten die rotbraunen Haare in einer entzückenden Fisur mit unzähligen, winzigen Löckchen.
„Bleib ganz ruhig. Ich weiß, dass dir nicht klar ist, was gleich geschehen wird, aber du musst mir vertrauen, es ist alles in Ordnung.“
Iúlia sah ruhig ihre Mentorin an. Selenia hatte wunderschöne Augen. Innen waren sie grün und wurden nach außen hin braun. Es war ein warmes Rehbraun. Und hier und da waren einige goldene Tupfer, als hätte sie Goldstaub in den Augen. Und diese Tupfer ließen die Augen wunderschön funkeln, so als wäre die Flüssigkeit auf ihren Augen reines Gold, zu dünn aufgetragen, um blickdicht zu sein.
„Ich vertraue dir, Selenia“, hörte sich Iúlia nach all diesen Beobachtungen selbst sagen und gleichzeitig wurde ihr klar, dass kaum Zeit vergangen war.
Die andere Vampirin sah einen Augenblick lang überrascht aus, als hätte Iúlia es geschafft, jemanden zu überraschen, der schon alles erlebt zu haben glaubt. Dann umspielte ein echtes, aufrichtiges Lächeln die Lippen der anderen. Sie beugte sich zu ihr und gab Iúlia einen Kuss auf die Stirn.
„Vielen Dank, kleine Römerin“, wisperte sie ihr zu.
„Vielen Dank.“
Iúlia ließ zu, dass Selenia sie unterhakte und dann langsam mit ihr in den Raum trat. Links und rechts von ihnen standen die Vampire der Gemeinschaft Spalier. Sie alle trugen die gleiche kleidung, wie Selenia und sie und schienen zu schweigen und dennoch lag eine leise Melodie in der Luft. Diffus und unterschwellig, nicht wirklich hörbar, mehr...so tief, dass Iúlia die vibration an ihrem Herzen spüren konnte. Dadurch wurde sie wieder daran erinnert, dass das Ziehen in ihrem Körper nur stärker geworden war, statt nachzulassen.
Erst ganz vorne blieben sie stehen und Selenia begann zu erzählen. Sie sprach über sie, Iúlia und nach all dem, was sie bisher so erlebt hatte, wunderte es sie herzlich wenig, was diese Frau alles über sie wusste.
Irgendwann zog Selenia scheinbar aus dem Nichts einen goldenen Trinkpokal und einen ebenso goldenen Ritualdolch hervor. In den Griff des Dolches waren winzige Rubine eingelassen, sodass wieder kleine Schriftzeichen auf dem Griff funkelten. Die Klinge war wellenförmig, blitzte aber dennoch gefährlich scharf.
Auf etwas, das aussah, wie ein Altar, stellte Selenia schließlich den Trinkpokal, hielt ihr Handgelenk über diesen und schnitt ihre Adern mit dem Ritualdolch auf. Dunkles, rotes Blut floss daraufhin träge in den Becher, bis die Wunde wieder geschlossen war und sie mit wichtiger Mine nacheinander jeden der Vampire nach vorne rief und diese es ihr gleich taten, sodass der Pokal schlussendlich gut gefüllt war, als jeder Vampir bis auf Iúlia etwas von seinem Blut beigesteuert hatte.
„Iúlia“, wandte sich Selenia schließlich an sie und sah sie ruhig an. Diese Ruhe übertrug sich auch auf Iúlia, die nun völlig entspannt dort stand. Sie vertraute Selenia. Sie sollte es vielleicht nicht, da sie diese Frau nicht kannte, aber sie tat es.
„Iúlia, wir wollen dich in unserer Familie willkommen heißen und als Geschenk möchten wir dir etwas von unserem Blut geben. Ich sagte dir vorhin, dass das Blut das Äquivalent der Seele auf der fleischlichen Ebene der Wirklichkeit ist. Ist dir klar, was wir dir damit schenken?“
„Euch selbst“, erwiderte Iúlia offen und ohne zu zögern. Sie zweifelte nicht, dass es die richtige Antwort war. Irgendwie wusste sie es und Selenias Lächeln und das leise Gemurmel der anderen bestätigte sie in ihrer Antwort.
„In der Tat, wir schenken uns dir. Wir schenken dir ein zu Hause, eine Heimat, eine Familie, nachdem du durch deine Verwandlung deine menschliche Familie verloren hast.“
Bis dahin war alles in Ordnung, doch als Selenia behauptete, sie hätte durch ihre Verwandlung ihre menschliche Familie verloren, da...da zerbrach etwas in ihr. Nein, sie hatte ihre Familie nicht verloren! Sie wollte ihre Familie nicht aufgeben!
Die Vampirin gab ihr den Pokal mit der leisen Aufforderung zu trinken, der Iúlia auch widerstandslos nachkam.
Das Blut schmeckte....auf eine abartige Weise göttlich, sorgte dafür, dass sie sich fantastisch fühlte. Großartig. Stark. Zu so viel mehr fähig, als sie bisher gedacht hatte.
Und dennoch wusste sie ganz genau, dass es nicht das war, wonach ihr Körper verlangte, denn das Ziehen wurde stärker und Selenia schien das zu bemerken.
„Ganz ruhig, das war noch nicht alles.“
Kurz darauf führte einer der Vampire eine junge Sklavin hinein.
„Hier, Iúlia, sie gehört ganz dir“, raunte Selenia ihr zu und trat zurück und ließ das panische Geschöpf mit dem Raubtier allein.
Iúlia näherte sich der Frau langsam, die augen unentwegt auf die ihren gerichtet. Sie blinzelte nicht, war den Blick der Sklavin nur noch mehr an sie fesselte.
„Hast du Angst?“, fragte Iúlia die junge Frau, die nicht antworten konnte, aber leicht nickte. Sie strich ihr sacht über die Wange und merkte an dem Zucken der Frau, dass ihre Finger wohl eiskalt sein mussten.
Langsam ging sie in die Hocke, bis sie und die Sklavin auf Augenhöhe waren. Ihre Hände waren gefesselt und die Handgelenke von den Seilen ein wenig aufgescheuert.
„Hab keine Angst. Scht.“
Sie nahm die Frau sanft in die Arme und streichelte ihr über die zitternden Schultern.
„Ich werde nun dafür sorgen, dass du etwas schläfst, ja, meine Liebe? Schlaf, nichts Schlimmes und wenn du wieder aufwachst, wirst du keine Sklavin mehr sein, ja? Woher kommst du?“
„G-griechenland.“
„Du bist Griechin! Dann werde ich dich nun einschlafen lassen, Tochter Hellas, und wenn du wieder wach bist, bist du eine freie Frau und wieder in deiner Heimat.“
Sanft streichelte sie ihr über die Wange und sah ihr ruhig in die Augen, beobachtete, wie die Angst Vertrauen und Ruhe wich, ehe sie sie wieder an sich drückte.
Iúlia spürte, wie ihre Eckzähne anwuchsen, wie bei einem Raubtier. Wie sie schmerzhaft pochend verlangten, endlich in die weiche, warme Haut einzudringen und ihr das zu geben, was sie so sehnlichst brauchte.
Langsam setzte sie ihren Instinkten folgend ihre Fangzähne an einer speziellen stelle am Hals der Frau an. Die Frau entspannte sich noch mehr und wie ein heißes Messer durch weiche butter drangen gleich darauf ihre Fangzähne in das Fleisch der Menschenfrau ein. Heißes, sprudelndes, lebendiges Blut floss in ihren Mund und ihre Kehle hinab.
Gierig schlürfte Iúlia das Blut, drückte den wehrlosen Körper der Frau enger an sich und saugte ihr auch den letzten Tropfen Lebenssaft aus dem Leib.
Sie Erinnerungen, das ganze Wesen der Sklavin blitzte vor ihren Augen auf. Erinnerungen, Gefühle, die nicht ihre waren. Zunächst war es sehr ungewohnt, überwältigend, doch dann schaffte sie es, dieses fremde, aufgesogene Bewusstsein zu sortieren und in einer Art Speicher abzulegen.
Das Ziehen hatte nachgelassen und als Iúlia die Augen öffnete, ließ sie den blassen Leichnahm der Frau fallen und wandte sich zu den anderen um, die nun begannen zu applaudieren.
Selenia kam auf sie zu, lächelte und schloss sie in die Arme.
„Dir steht noch Großes bevor, kleine Römerin. Die Welt wird vor dir niederknien.“
Lamia Lacrima
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Beitrag von Lamia Lacrima am Do Feb 14, 2013 8:21 am

05.02.227 v. Chr.

„Es ist das dritte Mal diese Woche und wir haben erst Mittwoch“,ertönte eine samtige Stimme neben Iúlia. Überrascht wandte sie sich um und erblickte das vertraute Gesicht ihrer Menotrin und Freundin.
„Selenia, bitte sei mir nicht böse, ich-“
„Du wolltest sie nur sehen und sie beschützen, ich weiß“, meinte sie ruhig und ergriff sanft Iúlias Hand, während ihr Blick dem der Jüngeren folgte.
„Du beobachtest vor allem ihn. Das ist mir auch aufgefallen. Iúlia, meine liebe kleine Römerin, warum quälst du dich so? Ihn immer nur sehen, nie berühren. Geh doch zu ihm. Zeig dich ihm, nimm ihn in den Arm...“
Einen Augenblick lang schloss Iúlia die Augen. Die Versuchung, das zu tun, war groß und als sie die Augen wieder öffnete, waren sie tränengefüllt.
„Du weißt genau, dass das nicht geht“, flüsterte das Mädchen und sah sehnsüchtig zu dem Mann mit den blonden Locken, der so einsam und trostlos aussah, wie er die Enten fütterte.
„Ich würde zu ihm gehen und mich ihm zeigen und er würde allen sagen, dass ich wieder da bin und jeder würde mich fragen, wo ich war und sie würden mich nicht wieder gehen lassen und wenn sie mich alle umarmen, dann würde ich...“
Iúlia brach ab und weinte leise, spürte aber gleich darauf zwei schlanke Arme, die sich um sie legten und zwei schmale, feingliedrige Hände, die ihre sanft über den Rücken strichen und ihr Haar durchfuhren.
„Dann würdest du tun, was in deiner Natur liegt und deine Familie der Ewigkeit opfern. Du könntest und solltest sie nicht alle verwandeln, kleine Römerin. Für so viele Römerlein haben wir auch nicht genügend Platz in unserem Quartier. Aber was ist nur mit ihm? Du beobachtest ihn am meisten. Du magst ihn, nicht wahr? Verwandle ihn, wenn du magst. Ich gestatte es dir.“
„Linus?“
Iúlias Blick wanderte wieder zu dem Mann, der dort im Garten ihres Geburtshauses saß.
„Er ist Pazifist, er verabscheut jegliche Art von Gewalt. Linus würde mich für immer hassen und das könnte ich nicht ertragen. Nein, ihm kann ich mich am allerwenigsten zeigen.“
„Dann lass sie los. Lass deine Familie gehen. Du gehört einer anderen Welt an. Du bist nun ein Teil der ewigen Nacht, während sie dazu verdammt sind.nur wenige Augenblicke auf dem Angesicht dieser Erde zu wandeln. Quäle dich nicht, indem du ihnen zusiehst, wie sie altern und sterben, wie sie welken. Du weißt, dass du dein Leben ohne sie leben müssen wirst. Wir sind nun deine neue Familie, kleine Römerin, die Gemeinschaft des blutenden Mondes.“
Selenias Blick wanderte zu dem Garten und der schönen Villa.
„Mit dir ist die Freude aus diesem Hause verschwunden, kleine Römerin. Es ist kein guter Platz, um sich hier aufzuhalten.“
Selenia nahm bestimmt Iúlias Hand.
„Komm mit mir, lass uns nach Hause gehen. Es gibt noch so viel, was ich dich leren muss, was du können musst, was ich dir erzählen muss, denn ich hatte ein langes Leben und habe ein ausgezeichnetes Gedächtnis. Lass mich dir meine Memoiren erzählen, auf dass dieses Wissen die Jahrtausende überdauern wird – in deinem Herzen, dem Herzen einer Schwarzblüterin. Einer wahren Unsterblichen Seele der Nacht.“
Die alte Vampirin gab Iúlia einen Kuss auf die Stirn und mit einem letzten Blick auf Linus ließ sich Iúlia wegführen von ihrem Elternhaus und ihrem besten Freund, der ihr so viel mehr bedeutete, als alles andere auf der Welt.
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Beitrag von Lamia Lacrima am Sa Feb 16, 2013 4:15 am

23.02.227 v. Chr.

„Ich kann das nicht mehr!“, brüllte Iúlia aufgebracht. Ihr gesicht war tränenüberströmt. Mit ihrem dramatischen Auftritt war sie sich der Aufmerksamkeit aller Vampire im Raum sicher.
„Wie könnt ihr das noch weiter? Das Töten! All das Leid, das wir unter die Menschen bringen! Ist es das wert? Ihr seid älter als ich, sagt mir: Ist die Ewigkeit das wirklich wert? Es muss doch noch andere Möglichkeiten geben! Müssen wir denn Nacht für Nacht als gierige Schatten losziehen und der Nacht, dieser blutlüsternen, eifernden Mutter, diesem bösartigen Mahr, all die Opfer dar bringen? Ist das denn recht? Nein, das kann es nicht sein! Es ist schlecht und falsch! Und ihr wisst das so gut, wie ich!“
Es war in der sonst so fröhlichen Runde still geworden. Iúlia ließ ihren Blick über die anderen wandern, ihre neue Familie. Sie sah Ablehnung, Unsicherheit und Zustimmung gleichermaßen in den alten und jungen Augen ihrer Gefährten.
„Ihr müsst es mir doch sagen können!“
„Sie können es dir nicht sagen, kleine Römerin“, erklang einmal mehr diese schrecklich bekannte, vertraute Stimme hinter ihr und Iúlia schloss die augen. Sie wollte nicht in dieses andere Paar Augen sehen. Uralte augen in einem ewig jungen, ewig schönen Gesicht.
„Selenia, da kannst doch nicht behaupten, dass es gut ist, was wir tun! Und wenn es nicht gut ist, muss es folglich schlecht sein!“
Iúlia hatte sich nicht umgedreht, doch sie spürte eine schlanke Hand auf ihrer Schulter und wie die alte Vampirin sich geschickt so um sie schob, dass sie Iúlia so in den Armen halten konnte, als hätte die junge Vampirin ihre Nähe gesucht.
Sie drückte die junge Römerin an sie und küsste sie sacht auf sie Schläfe. All die Küsse, so ging es Iúlia plötzlich durch den Kopf, sind doch irgendwie ein Teil von ihr. Sie wäre nicht sie, würde sie mich nicht dauernd küssen.
„Ganz recht, kleine Römerin“, antwortete Selenia ganz, ganz leise und löste sich wieder von ihr. Iúlia musste erstaunt feststellen, dass sie in Selenias Privatgemächern waren. Für sie war es kein ungewohnter Anblick und dennoch war sie wohl die einzige der anderen Bewohner, die diese Räume kannte.
„Wie du festgestellt hast: All die Küsse sind ein Teil von mir. Du bist eine Vampirin, eine Tochter der Nacht. Sieh die Nacht nicht als eine blutlüsterne, böse Mutter an. Denn sie die Küsse ein Teil von mir sind, so ist das töten Teil dessen, was du bist. Wehre dich nicht dagegen, du quälst dich nur unnötig. Genieße es. Iúlia, du bist eine Vampirin. Menschen dürfen einander nicht töten, da gebe ich dir recht, das ist böse. Doch Menschen töten Tiere, nicht wahr? Sie essen die Tiere. Und du bist eine Vampirin, im Vergleich mit dir sind die Menschen nicht mehr als Ratten. Jede Hausfrau wird die sagen, dass man Ratten töten muss. Es ist deine Bestimmung, Menschen zu töten. Töte sie, quäle sie. Spotte ihrer Arroganz und halte ihnen ihre Fehlerhaftigkeit vor Augen, indem du deine Vollkommenheit demonstrierst.“
Selenia ließ sich langsam auf die Knie sinken und nahm Iúlia Hände in ihre Hände, ehe sie die junge Vampirin ansah. Sie sah ihr direkt in die Augen und dieser intensive Blickkontakt berührte etwas in ihrer innersten Seele, auf dieser ganz urtümlichen Ebene versetzte sie etwas in Schwingung. Das war viel tiefer und urtümlicher als Instinkt oder Bauchgefühl. Vielleicht war es die Ebene, die bestimmt, wie man geht, wie man steht, wie man den Kopf schief legt und blinzelt, wenn man zuhört. Wie man lächelt.
„Iúlia, du musst ihnen keine Fallen stellen. Sei ein Vampir, sei du selbst – du wirst sehen, die Menschen werden sich darum reißen, dein Opfer zu sein. Sie werden sich von ihren alten Gottheiten abwenden und noch vor den Vampiren vor dir niederknien. Du hast, was viele Vampire erst im hohen Alter erreichen und manche haben es nie. Diese ganz bestimmte Aura. Den Funken des Göttlichen auf dieser schnöden Erde. Opfere diese Menschen nicht der Nacht, sie bedarf keines Blutzolls. Das ist noch etwas, was sie nicht verstehen, diese Vampire, wie sie dort unten sitzen. Die Vampire der Zweiten Generation sind nichts als eine große Enttäuschung. Du musst die Menschen dir opfern, denn du bist die einzige Instanz, die dieser Opfer würdig ist. Wandle unter ihnen wie eine fleischgewordene Rachegöttin, nicht wie ein gemeiner Mörder! Du bist nicht böse, du nimmst allein, was dir zusteht – und du bestimmst, was dir zusteht. Hasse nicht was du bist, denn Iúlia, du bist was du bist. Und dein Hass ist zerstörerisch. Zerstöre nicht dich selbst. Zerstöre nicht das größte Kunstwerk, das ich je bewundern durfte.“
Diese worte trafen auch wieder genau auf diese tiefe, innere Ebene und der Kuss, den Selenia ihr nun in ihre Handflächen hauchte, war fast wie ein Siegel. Ja, sie besiegelte diese Worte irgendwie, als schlösse sie einen Pakt mit ihr ab und sie selbst wusste nciht mal, worumj es ging.
„Ich werde es versuchen“, hörte sie sich selbst flüstern und erschrak regelrecht über ihre Worte.
„Aber Selenia, das kann doch nicht der einzige Weg sein! Können wir denn nicht leben, ohne zu töten? Blut trinken ist ja ... das kann ich akzeptieren, doch müssen wir töten? Kennst du keinen anderen Weg?“
„Ich kenne keinen. Aber ich bin alt und ich weiß, dass du einen Weg für dich finden wirst.“
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Beitrag von Lamia Lacrima am Sa Feb 16, 2013 4:17 am

15.06.227 v. Chr.

Schnell schlich sich Iúlia in der Dunkelheit durch die Schatten, huschte von einem Haus zum nächsten, von einer Häuserschlucht zur anderen und war selbst dabei kaum mehr als ein Schemen, zu schell, um vom menschlichen Auge erkannt zu werden. Sie hielt sich immer noch auf dem Laufenden, drang in die Seelen der Senatsmitglieder ein und beobachtete, was sie taten. Welch eine große, gähnende Leere und welche Abgründe in diesen Menschen waren!
Ausgerechnet die, die das Imperium lenken sollten, schienen am wenigsten dafür geeignet. Und damit meinte sie nicht, dass sie nur redeten und redeten! Das war normal.
Diese ach so klugen Männer hatten nicht den Hauch einer Idee, einer Vision und als einer von ihnen eine solche Vision hatte, schien es, als hätten sie sich alle aus Angst gegen ihn verschworen. Sie hatten Angst! Angst, ihre Macht zu verlieren, zugeben zu müssen, dass sie nicht mehr waren, als ein Haufen seniler Scheintoter, die keinen mehr hochbekamen und ihren Frust darüber an der Welt auslassen mussten. Sie alle tanzten dort in ihren bedeutungsschweren Togen!
Iúlia war kein vulgärer Mensch. Im Gegenteil, eigentlich hatte sie soetwas wie Berührungsängste, wenn es um solche Themen ging. Es war widerlich und unnatürlich und absolut nicht ästhetisch.
Bei diesen Senatsmitgliedern aber war es anders. Es gab einfach keine Worte, die die Situation besser getroffen hätten.
Freilich, ine Ausnahme gab es in diesem Senat: Linus!
Iúlia wusste, dass sein Vater ein germanischer Sklave gewesen war, doch das war nicht offiziell. Nur bei seinen Brüdern war es offiziell. Linus Vater war auf dem Papier ein reicher, mächtiger Pratrizier, der zufällig vor Kurzem plötzlich verstarb.
Iúlia hatte Linus trotz des Verbots weiterhin beobachtet, sie hatte auch immer wieder versucht, ihm Hinweise zugeben – unterbewusst, denn bewusst wollte sie nicht, dass er von ihrer Existenz wusste. Er war Pazifist und als solcher könnte er nie gutheißen, dass sie jede Nacht Menschen tötete. Sie quälte sie nicht. Sie suchte sich selbstmordgefährdete Menschen, lockte sie in eine Falle und bot ihnen dann verführerisch einen Ausweg an. Ob sie das ernsthaft tat, wusste sie nicht. Inzwischen gab sie Selenia recht: Sie war eine Vampirin und würde ewig leben – mit dem Tod hatte sie nichts zu schaffen.
Aber so fühlte sie sich nicht ganz wie eine Mörderin, sondern eher wie ein guter Dämon*, der den Menschen half. Die Menschen, die ohnehin ihrem Leben ein Ende setzen wollten. So riss sie niemanden aus dem Leben, der es noch weiter genießen wollte.
Dennoch: Linus würde sie hassen für das, was sie tat! Und lieber sollte er denken, sie wäre vor allem davon gelaufen und hätte auch ihn allein gelassen, als dass er sie hasste! Das würde sie nicht ertragen!
Er schien ihre hinweise auch nicht zu verstehen. Manchmal fütterte sie nachts die Enten oder schnitt wie früher die Hecke. Sie hatte es nicht machen sollen, aber doch getan. Es sah jetzt genauso schepps aus, wie damals.
Inzwischen war sie sogar so dreist, dass sie in dem haus wandelte. In ihre Grabkammer stellte sie hin und wieder frische Blumen, das tat sonst nur Linus. Und sie stellte Bücher und sein Werkzeug wie immer falsch zurück.
Vor einiger zeit war sie ihm gefolgt und hatte so herausgefunden, wo seine Familie war, in deren Geistern sie ein wenig ausgekundschaftet hatte. So wusste sie, dass seine Mutter bald sterben würde und wie Linus auch, wollte sie, dass sie schöne letzte Tage hatte. Sie würde aber nicht in das Haus ihres Exmannes zurückkehren können.
Zufälligerweise war genau dieser Exmann wenig später „friedlich“ im Bett gestorben. Iúlia hielt ihn für einen ekelhaften, kranken Perversling.
Aber es war ja nichts passiert, nur hatte Linus nun sein Erbe angetreten, denn im Testament war immer noch er genannt und es war rechtskräftig. Eine Kleinigkeit, auf die Iúlia zuvor geachtet hatte. Mit dem Gesetz kannte sie sich ein wenig aus.
Mit dem Erbe war einhergegangen, dass Linus nun auch im Senat tätig war. Und ganz nach pazifistischer Art hatte er eine kluge Kriegsstrategie vorgeschlagen: Wen du nicht besiegen kannst, den mache dir zum Freunde.
Iúlia gefiel die Idee. Hannibal war erstaunlich! Klug, waghalsig und ein klein wenig verrückt. Rom könnte in einer Partnerschaft mit Karthago noch mehr wachsen! Karthago brauchte gar nicht vernichtet werden, einzig die Gefahr, die von dem anderen Imperium ausging und das war auch auf friedlichem Wege möglich.
Leider war Linus ein hoffnungsloser Versager, wenn es darum ging, mit einer Rede die Herzen der Menschen im Sturm zu erobern. Sie dagegen hatte eine ausgezeichnete Ausbildung genossen. Ihre Brüder hatten den Unterricht erhalten und da sie sich bei Schnupperstunden besser anstellte als beide jungs zusammen, sie ebenfalls. Ihre Eltern und ihr Großvater hatten wohl darauf spekuliert, dass ihr Wert als Braut steigen würde, wenn sie in der Lage war, Reden für ihren Mann zu schreiben. Vielleicht hatten sie auch einfach nur gedacht, dass bei einer besseren Bildung eine taktisch klügere Verbindung eher möchlich wäre.
Warum auch immer, sie das hatte lernen dürfen, nun war sie froh, denn sie nutzte das und schrieb ür Linus Reden, die sie ihm immer zukommen ließ. Dabei achtete sie aber darauf, dass die Rede zu Linus' Charakter passte. Sie durfte keinesfalls künstlich wirken. Sie selbst würde ganz anders wirken und daher musste sie Linus' Charisma – was leider auch mehr als mangelhaft war – mit einkalkulieren und ihm Anweisungen geben, die er zu ihrer Freude verfolgte. Seine beliebtheit in der Bevölkerung wuchs unfassbar schnell und viele aufgeschlossenere Frauen und gerade Mütter sympathisierten mit ihm.
Der senat leider nicht.
Deswegen hatte Iúlia es sich zur Angewohnheit gemacht, ab und an auch mal ein Senatsmitglied um ein paar Liter Blut zu erleichtern. Vor allem die, die sich Linus gegenüber in ihren Augen unmöglich benommen haben.
An Folgen hatte sie dabei nicht gedacht. Das tat sie erst, als sie nun Linus' Röcheln aus dem Garten hörte. Das war nicht normal!
Alle Bedenken, jemand könnte sie sehen, in den wind schlagend eilste sie durch das Atrium seiner Villa in den Garten, wo sie ihn am Boden liegen sah. Nein!
Sie konnte nur an eines denken. Dass sie Linus nicht verlieren wollte!
Schnell lief sie zu ihm. Seine Augenw aren zusammengekniffen und sein Körper verkrampfte sich.
„Bleib bei mir!“, flüsterte sie verzweifelt und biss ihm in den hals, spuckte das Blut aber gleich wieder aus. Er war vergiftet worden!
Was sollte sie tun? Ihn aussaugen und das Blut ausspucken? Das würde zulange dauern, sie spürte schon jetzt, wie sein Puls schwächer wurde, also biss sie einfach schnell in ihr Handglenk und drückte die Wunde gegen seine Lippen, damit er ihr Blut trank.
Vielleicht trank er es nicht, weil er es nicht wollte oder nicht konnte, vielleicht war es zu spät oder vielleicht verschlimmerte ihr Blut alles nur. Jedenfalls spürte Iúlia nach wenigen Minuten, wie er sich verkrampfte und dann mit dem Stillstehen seines Pulses erschlaffte.
Wie lange es dauerte, bis Iúlia ins Bewusstsein drang, dass er tot war, würde sie nie erfahren, auch nicht, wie lange sie einfach über ihm gekauert hatte und still in seine Gewandung geweint hatte.
Irgendwann nur legte sich eine Hand auf ihre Schulter und als sie sich umdrehte, sah sie in grün-braune Augen mit goldenen Tupfern.
„Er ist tot, Selenia! Sie haben ihn umgebracht. Sie haben ihn vergiftet!“, schluchzte sie aufgebracht und drückte noch mal seinen leblosen Körper an sich.
„Du solltest nicht so flühlen. Es macht mich traurig, dich so zu sehen“, erwiderte Selenia nur und ließ Iúlia dann noch etwas Zeit zum weinen, während sie gemeinsam schwiegen, bis Selenia ihre Schülerin kurz vor Morgengrauen dann flink wieder ins Quartier und dort in ihre Gemächer brachte.

*Anmerkung: In der Antike waren Dämonen nicht automatisch „böse“. Es gab auch gute Dämonen
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Beitrag von Lamia Lacrima am Sa Feb 16, 2013 4:19 am

20.04.226 v. Chr.

„Schleich nicht so“, bemerkte Selenia belustigt und beobachtete, wie Iúlia sie erstaunt ansah und dann zögerlich ihre geduckte Haltung aufgab.
„Genau, richte dich auf. Du bist eine Vampirin, du solltest dich nicht ducken.“
Iúlia nickte leicht. Sie strich sich die Haare zurück und richtete ihren Rücken auf. Die Welt sah irgendwie sofort anders aus. Noch mehr anders als sonst. Seitdem sie ein ein Vampir war, nahm sie die Welt anders wahr. Immer, die ganze Zeit. Es war, als hätte sich die Perspektive verschoben, als hätte sie plötzlich ein Auge geöffnet, das sie vorher nicht hatte öffnen können und nun konnte sie es nicht mehr schließen. Die Welt hatte sich nicht verändert, das wusste Iúlia. Sie war es, die sich verändert hatte.
Sie sah nicht nur besser und nahm alles viel intensiver und empfindlicher wahr, als zuvor. Nein, da war noch etwas anderes. Sie spürte es, wie das Echo eines tiefen Basstons in ihrer Magengrube.
Selenia nannte, was sie spürte den „Herzschlag der Welt“. Ein gleichmäßiges, rhythmisches Pochen, das ihr den Takt vorgab.
„Die meisten anderen Vampire nehmen den Herzschlag nur in ganz bestimmten Situationen wahr. Während sie verwandelt werden oder jemanden verwandeln. Manche sogar, wenn sie sich nähren. Viele dagegen nehmen den Herzschlag nie wahr, sie sind zu unsensibel, um ihn zu spüren.bringe solche Vampire am besten sofort um, sie sind es nicht wert, dir deine nahrung streitig zu machen“, hatte Selenia ihr erklärt und sie dabei fest in den Armen gehalten und immer wieder auf die Schläfe geküsst.
„Du bist eine Schwarzblütige, eine der Unsterblichen Seelen. Du wirst noch einiges an dir entdecken, das anders ist als bei anderen Vampiren.Wo du bempfindlicher bist, wo du stärker bist, wo du weitsichtiger bist und wo du durch deine Erhabenheit Schmerz spüren wirst. Doch, kleine Römerin, vor einer Sache möchte ich dich warnen: Suche niemals die Nähe eines anderen, wie dein Cousin die deine sucht. Du machst dich damit abhängig. Und Iúlia, du solltest niemals abhängig sein, von niemandem. Jeder andere Vampir, der dir nicht ebenbürtig ist, würde dich in die Tiefe ziehen und immer versuchen, dein strahlendes Licht zu verdunkeln. Es würde nur Probleme geben und ich sage dir dasin aufrichtigster Zuneigung: Bitte, tu dir nicht solche Probleme an.“
Iúlia erinnerte sich nun irgendwie an diese Worte ihrer Mentorin. Auch daran, dass sie ihr erklärt hatte, weshalb unbedingt sie ihre Mentorin sein musste.
„Iúlia, es ist nicht nur so, dass ich dich liebe, wie mein eigenes Kind und so sehr man sein kind nur lieben kann. Es ist auch nicht einfach nur, dass ich an meiner aufgabe, nur Schwarzblütige zu verwandeln gescheitert bin und du meine Chance bist, mein abkömmling zu sein, den ich mir immer gewunschen habe. Das alles stimmt und ist wahr, doch es ist nicht die ganze Wahrheit: Ich habe lange gelebt und ich habe Vampire vieler Generationen beobachtet. Ich habe herausgefunden, dass je älter die Mentoren waren, desto länger haben die Novizen gelebt. Dein Schöpfer ist unglaublich jung. Doch ich komme nicht von dieser Welt. Rechnet man hier mein Alter zurück, so war ich schon alt, als die ersten Menschen lernten, auf zwei beinen zu gehen und noch Affen waren. Deswegen muss ich deine Mentorin sein.nur ich kann es sein, verstehst du?“
„Iúlia!“
Die Römerin erwachte aus ihren Gedanken und witterte sofort, worauf Selenia sie hatte hinweisen wollen: Ein junges Liebespaar schlenderte an ihnen vorbei, lachte und witzelte und-
Iúlia war sich nicht sicher. Hatte Selenia es nicht gemerkt?
„Sie haben ein Kind bei sich“, bemerkte sie unsicher. Zwar war ihr Durst eine einzige Qual und ihr ganzer Körper schmerzte, doch Iúlia wusste, dass sie es nicht über sich bringen würde, diese junge Familie zu ermorden.
„Tu es!“, verlangte ihre Mentorin aber eisig, dass Iúlia glaubte zu spüren, wie sich frost um ihr Herz legte.sie...sie würde das nicht tun müssen, oder?
Als Iúlia aber in die Augen der Älteren sah, wusste sie, dass diese Familie dem Tode geweiht war.
Geschickt stahl sie sich aus dem Schatten und verfolgte das Paar, bis es günstig war. Sie beschloss, sich zu seigen. Das war sicherer, denn wenn sie für Unruhe sorgte, dann würde das kind schreien und sie wollte kein Geschrei.
Sich in der Dunkelheit als unbeholfene Sklavin auszugeben, war nicht schwer, doch Iúlia stellte fest, dass sie das gar nicht gebraucht hätte. Mann und Frau waren bereits vor ihr auf die knie gesunken und schienen sich ihr dar zu bieten. Sie legten die Köpfe zur Seite und versuchten sie, mit Versprechungen zu einander zu locken, wobei sie versuchten, sich gegenseitig auszustechen.
Einzig das Kind blieb still, auch als seine Eltern tot und blutleer auf dem Boden lagen und Iúlia mit der Anmut einer Rubkatze um sie wanderte und mit offenkundigem Interesse die toten körper begutachtete.
„Einen hast du vergessen“, erkalng Selenia und Iúlia bückte sich, um das Bündel hoch zu heben, das sie mit großen, erstaunten Augen einfach nur ansah. Eigentlich hätte sie in diesem Moment nicht zögern dürfen. Sie hätte wieder kalt und skrupellos zuschlagen müssen, doch dieses Baby...
als Iúlia in die Augen sah, die noch nicht viel gesehen hatten, spürte sie eine Vertrautheit, die sie nur einmal in ihrem Leben hatte verspüren dürfen. Nur bei einem Menschen.
„Ich werde ihm nichts tun!“, erklärte Iúlia bestimmt und sah Selenia feindselig in die Augen, die nun überaus überrascht aussah.
„Du musst ihn töten!“
Iúlia schüttelte den Kopf.
„Ich werde moch um ihn kümmern und ihn aufziehen. Vielleicht wird er irgendwann so sein wollen, wie wir sind. Vielleicht nicht. Mir ist es gleich!“
Nun wandte sie ihre volle Aufmerksamkeit dem armen Kinde zu.
„Du erinnerst mich an jemanden, den ich sehr mochte, daher soll dein Name Linus sein. Nicht wahr, mein Junge? Der Name gefällt dir!“
Selenias Ausdruck war wie eingefrohren, während Iúlia dem kleinen Linus ihre ganze Aufmerksamkeit schenkte und ihn an sich gedrückt hielt, was er zum Glucksen fand, sagte Selenia gar nichts. Sie war offensichtlich nicht so begeistert davon. Aber etwas an Iúlia hatte sie davon abgehalten, das Werk selbst zu vollenden und das Kind zu töten. Vielleicht wusste sie, dass sie damit Iúlias Loyalität für immer verlieren würde. Sie hatte es gewusst, sie hatte es ihr gesagt, dass sie sich nicht durch soetwas beschweren durfte! Dieses Kind würde sie zerstören!
Iúlia unterdessen wusste nichts von den unheilvollen Gedanken im Kopf ihrer Mentorin. Sie verspürte nur ein unglaubliches Glück, als sie den kleinen Linus – ihren kleinen Linus, den sie nun sicher vor allen Gefahren würde schützen können – in den Armen hielt. Irgendwie hatte sie das Gefühl, etwas wieder gut zu machen, wenn sie sich um ihren kleinen Adoptivsohn kümmerte. Linus hatte sie nicht retten können, aber vielleicht konnte sie es bei ihm. Ihn vor allen Gefahren schützen und retten, wenn sie auch vielleicht die größte Gefahr von allen war.
Iúlia hatte selbstverständlich nicht vergessen, wer sie war. Was sie war. Und, wie gefährlich sie war, ganz gleich ob für einen Erwachsenen oder ein Kind, denn keiner von beiden konnte ihr etwas entgegen setzen.
„Du musst noch an dir arbeiten“, bemerkte Selenia nur, ehe sie Iúlia zurück in das Quartier begleitete, wo das kind sehr kritisch beäugt wurde und die meisten dagegen waren, dass der kleine Junge bei ihnen war, aber Iúlia drohte an, dass sie mit ihm die Gemeinschaft verlassen würde. Und das konnte Selenia nicht zulassen.
Also blieb Iúlia. Mit dem kleinen Linus, der immer glücklich jubelte, wenn Iúlia bei ihm war und alle anderen auf eine drollige Art drohend ansah. Als wollte er sagen, sie sollten Iúlia und ihn in Ruhe lassen.
Immer mehr konzentrierte Iúlia sich auf den kleinen Jungen. Selenia gefiel das verständlicherweise gar nicht. Und während Iúlia mit ihm einmal in ihrem Sarkophag lag – er auf ihrem Bauch – und sie ihm Reime und Kinderlieder vorsang, da verdrehte er urplötzlich die Augen, weinte, verkrampfte und blieb dann reglos und leglos liegen. Es ging viel zu schnell, als dass Iúlia irgendetwas hätte tun können. Sie konnte nicht mal weinen, als ihr klar wurde, dass sie soeben wieder einen Linus verloren hatte. Dass sie Linus wieder nicht hatte schützen und retten können! Sie war völlig machtlos gewesen! Wofür war sie ein Vampir, wenn sie die, die sie liebte nicht schützen konnte? Weshalb?
Nur langsam verließ der Schockzustand sie, der sie wie eine samtene Decke eingehüllt hatte, und Tränen bahnten sich ihren Weg über Iúlias Wangen und schmeckten salzig auf ihren Lippen.
Verzweifelt und weinend drückte sie den kleinen Körper an sich und küsste ihn zärtlich auf die Stirn.
„Es tut mir leid. Es tut mir so leid!“, flüsterte sie die ganze Zeit, während sie in Embryonalstellung in ihrem steinernen Sarkophag kauerte und den kleinen, nun weichen und entspannten Körper an sich drückte, als wären die Worte eine geheime Formel, die ihn ins Leben zurückrufen könnte.
Erst nach Stunden, als sie den Nahen Morgen schon spürte, erhob sie sich und trug den kleinen, zerbrechlichen Körper ihres toten Adoptivsohns zu Grabe.
Eigentlich hatte Iúlia vorgehabt, diesen letzten Sonnenaufgang zu erleben, aber noch ehe sie das Brennen der Sonne auf ihrer weißen Haut fühlte, setzte sich ihr Körper wider ihrem Willen in Bewegung und suchte Zuflucht in diesem furchtbaren Haus, das sie doch nie wieder hatte betreten wollen.
„Noch kannst du nicht auf diese Art und Weise Selbstmord begehen“, hörte sie diese vertraute Stimme viel zu nah. Iúlia wandte sich um und sah Selenia an.
„Bis du 300 Jahre alt bist, wird sich dein Körper instinktiv immer selbst in Sicherheit bringen. Schon dass du so lange durchgehalten hast, zeigt, wie stark du bereits bist, doch auch du bist von dieser Regel nicht ausgenommen.“
Einen Augenblick sah Iúlia ihre Mentorin, ihre Freundin, einfach nur ausdruckslos an. Ihre toten, leeren, erschöpften Augen blickten in das urtalte Grün-Braun mit dem Goldstaub und in diesem einen Moment verstand Iúlia. Sie verstand einfach auf dieser tieferen Ebene, auf der Selenia mit ihr zu kommunizieren pflegte, wenn es wichtig war. Es war kein Erfahren, es war das Entdecken verschütteten Wissens. Und dennoch war es nicht stark genug, um in ihr Bewusstsein zu dringen, sondern mehr ein Gefühl, eine Ahnung, die sie entdeckte, als hätte sie sie über Nacht vergessen.
„Das warst du.“
Es war keine Frage, sondern eine Feststellung. Eigentlich war es unnötig, es zu sagen, sie beide wussten zu gut, dass das wahr war. Es war...wie ein unumstößliches Gesetz.
„Es musste sein, du hast dich von ihm zerstören lassen und ich als deine Mentorin-“
„Ich habe nicht nach einer Rechtfertigung verlangt!“, unterbrach Iúlia sie und hob leicht den Kopf, während sie sie fest ansah.
„Ich habe eine Wahrheit in den Raum gestellt. Du warst mit keiner Silbe dazu aufgefordert, deinen Kommentar abzugeben, Selenia!“
„Aber, Iúlia, versteh doch! Er hätte dich zerstört!“
Selenia trat auf Iúlia zu und wollte ihre Hände ergreifen, doch Iúlia entzog sie ihr, noch bevor die Ältere sie berühren konnte. Jedoch wich sie nicht zurück, sondern hielt ihrem Blick stand.
„Die einzige, die mich hier zerstört, bist du. Herzlichen Glückwunsch“, erwiderte Iúlia auf eine ruhige und unerträglich ehrliche und freundliche Art. Als hätte sie ihr zum Geburtstag gratuliert.
„Iúlia, ich bin deine Mentorin, ich musste doch-“
„Falsch. Du warst meine Mentorin. Wohl wahr, du hast mich gelehrt, zu überleben. Du hast mich gelehrt, nichts zu empfinden, wenn ich töte. Du hast mich gelehrt, den Menschen zu Grabe zu tragen, der ich einmal war. Meine Eltern haben mir eine Grabkammer unter ihrer Villa geweiht, doch mein Grab ist nicht dort. Das Grab der Iúlia ist dort draußen. Sie liegt bei dem Zeugen ihres Todes im Garten ihrer Mörderin. Die Grabkammer meiner Eltern ist das Tempelheiligtum einer neuen Rachegöttin – wie du es von mir verlangtest.“
Iúlia, die nicht mehr Iúlia war, wandte sich der Treppe zu, um wieder in ihr Zimmer zu gehen – für einen letzten Tag.
„Er war ein Mensch!“, setzte Selenia zu einer letzten Verteidigung an.
„Es war ihm bestimmt, zu sterben! Das ist es was Menschen tun! Sie sterben und deswegen lassen wir uns nie mit ihnen ein, denn wir sterben nicht!“
Die junge Vampirin hielt nur kurz auf der Mitte der Treppe an. Sie hatte ihrer Mentorin den Rücken zugedreht und senkte nur leicht den Kopf, wobei sie ihn ein wenig neigte und zur Seite sprach.
„Ja, das ist es, was das Leben ausmacht: Zu sterben“, antwortete die Römerin völlig ruhig, ehe sie ihren Weg fortsetzte.
Als in der nächsten Nacht ihr Cousin ihr Zimmer aufsuchte, weil er von dem tod des Jungen erfahren hatte, fand er es leer vor, was er sofort Selenia berichtete. Sie war nicht überrascht, sondern sah nur traurig und verletzt aus.
„Selenia, wir müssen gehen und sie suchen!“, verlangte Lucius leidenschaftlich von seiner Schöpferin, die seufzend den Kopf schüttelte.
„Nein, mein Junge. Sie ist losgezogen, um den Tod zu finden. Wir können nur hoffen, dass er sie nicht zuvor findet.“


Zuletzt von Lamia Lacrima am Mi März 20, 2013 10:13 am bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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Lamia Lacrima Empty 09.05.226 v. Chr.

Beitrag von Lamia Lacrima am Mi März 20, 2013 10:02 am

09.05.226 v. Chr.

Iúlia – den Namen trug sie nur noch aus Gewohnheit, da sie bisher keinen besseren gefunden hatte, aber auch das würde sicherlich nur eine Frage der Zeit sein – hatte sich geschickt in die Arena gestohlen und sah von einem der privilegierten Plätze aus hinab auf das Schauspiel, das sich ihr dort darbot. Sie trug ihre hellblaue Palla geschickt über ihr Haar gelegt, sodass man sie von anderen Plätzen aus nicht allzu gut erkennen konnte. Sie war sich nämlich sehr wohl bewusst, dass ihre Eltern noch immer nach ihr suchten und sie wollte nicht gefunden werden. Allerdings machte sie sich wohl unnötig Sorgen: Niemand würde sie erkennen und niemand würde sie finden, wenn sie es nicht wollte, immerhin war sie – wie Selenia ihr so oft gesagt hatte – eine Schwarzblütige und als solche hatte sie gewissen Einfluss.
Unten sickerte dunkelrotes Blut in den sandigen Boden, während die Löwen und anderen Raubkatzen weitere Plebs zerrissen und sich über die Kadaver hermachten und große, blutige Fleischstücke aus den Körpern rissen, die teilweise noch am Leben waren.
Wegen eines solchen Schauspiels war sie nicht hier her gekommen. Nein, was sie viel mehr interessierte war der eigentliche Höhepunkt der Veranstaltung und das waren nicht die wilden Tiere, die ein paar Verbrecher niederen Standes oder Sklaven fraßen.
Das Blut roch zwar verlockend und süßlich, aber sie wollte sich ihre Kleidung nicht schmutzig machen, indem sie dorthinab sprang und die Raubkatzen wegschleuderte, um selbst das rote Lebenselixier zu trinken. Das wäre eine Show! Das wilde Tier gegen die Raubkatzen!
Iúlias Lippen verzogen sich zu einem grausamen Lächeln. Den kleinen Menschen hier würden die Augen über gehen.
Endlich war es so weit. Die Raubkatzen wurden wieder in ihre Käfige gescheucht und ein armer Schlucker musste die übrigen Reste der Menschen aufsammeln. Als nächstes würde der Höhepunkt kommen.
Die Gladiatoren wurden aufgerufen. Sie muskelbepackten Männer stapften nacheinander in die Arena und grüßten. Einer fiel Iúlia besonderes auf. Nur, weil sie ein recht kluges Mädchen war, hieß das nicht, dass sie vor der Begeisterung für Gladiatoren gefeit war.
Aurelius nannte er sich und ihr hatte schon als Mensch gefallen, wie er jeden Kampf scheinbar mit Leichtigkeit gewann und nur selten Wunden davon trug. Ihre Freundinnen hatten sich an diesem einen Abend, als sich alles geändert hatte, damit geneckt, sie solle doch besser nicht Vestalin werden, sondern Aurelius heiraten. Vor seinen Kämpfen hatte er sich immer in Richtung ihres Platzes gewandt und sie ganz besonders gegrüßt.
Mit einem schmerzhaften stich im Herzen erinnerte sich Iúlia daran, wie sie Linus von ihm erzählt hatte und wie ihr lieber Freund auch einmal mit ihr in der Arena gewesen war. Er hatte so gar nichts von dem charmanten Retiarius gehalten und hatte über die Gladiatorenkämpfe an sich geschimpft. Und über die Hinrichtungsart, Menschen wilden Tieren zum Fraß vorzuwerfen. Iúlia hatte ihn daraufhin nicht mehr mit zu den Spielen genommen.
Auch nun wandte sich Aurelius wieder ihr zu. Zwar schien es bei ihm inzwischen mehr Gewohnheit und letzter Funken Hoffnung, aber er tat es – und hielt verwirrt inne, als er sie tatsächlich sah. Iúlia gab sich ihm zu erkennen, indem sie den Kopf leicht hob.
Er war offensichtlich verwirrt, grüßte sie diesmal nicht nur, sondern kniete sogar vor ihr nieder.
Iúlia lächelte erfreut und nickte ihm zu. Dann stand er auf und es wurde verkündet, dass er heute als Pontiarius gegen zwei Secutoren kämpfen würde. Das versprach ein überaus interessanter Kampf zu werden und Iúlia beschloss, ihrem Favoriten gedanklich zu unterstützen. Nicht, dass er es nicht auch so geschafft hätte, das hatte sie schon sehen können, aber Unterstützung konnte niemals schaden.
Sie beobachtete aufmerksam, wie Aurelius die Steine gegeben wurden und wie er dann auf die Brücke trat. Der Schiedsrichter erklärte den Kampf für eröffnet und sofort wurde der Pontarius auch von zwei Seiten bedroht.
Iúlia musste schon sagen, dass er sich wirklich wacker schlug. Er war ausgezeichnet, jetzt vielleicht noch besser als früher. Oder er gab sich auch nur ganz besondere Mühe, was bei Iúlia dazu führte, dass sie ein wenig geschmeichelt war.
Nachdem der erste Secutor schmerz verletzt am Boden lag, konnte er sich ganz und gar auf den anderen konzentrieren und nicht lange und auch er bat um Gnade, woraufhin der Schiedsrichter den Kampf für beendet erklärte. Aurelius war erneut der Sieger.
Iúlia warf ihm eine [Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um diesen Link sehen zu können] zu seinen Füßen und schenkte ihm ein kleines Lächeln. Er hob die Blume auf und verneigte sich erneut vor ihr. Er hatte keine schweren Verletzungen davon getragen. Gut.
Iúlia erhob sich und strebte dem Ausgang zu. Der Rest war uninteressant.
Aurelius hatte einen ausgesprochen gefährlichen Beruf. Er würde früher oder später sterben, einmal nur musste er unachtsam sein. Und sie wollte nicht, dass sein Tod umsonst war. Sie wollte, dass er ewig unbesiegt bleiben würde. Unbesiegt bis auf dieses eine Mal, von dem niemals jemand erfahren würde, weil es niemand wissen konnte.
„Das war beeindruckend“, raunte sie ihm ruhig zu, als sie in den Lagern der Gladiatoren stand. Der Arzt kümmerte sich schon um die anderen beiden, jedoch in einem anderen Raum und die restlichen Gladiatoren w3aren noch immer in der Arena, um gegeneinander zu kämpfen.
Aurelius sah verwirrt zu ihr und fiel wieder auf die Knie.
„Herrin!“, erkannte er überrascht.
„Eine Frau sollte sich nicht hier herumtreiben“, fuhr er dann etwas gefasster und tadelnder fort. Iúlia lächelte wissend.
„Wieso nicht?“
„Es ist kein richtiger Ort für eine Dame, wie Sie.“
„Was für eine Dame bin ich denn?“
Er stockte verwirrt.
„Nunja…von hohem Stand, das ist offenkundig. Und allein.“
„Ich bin nicht allein. Du bist doch hier, Aurelius.“
Iúlia griff geschickt nach seiner Schulter und drückte ihn auf eine der Steinbänke, ehe sie sich vor ihn kniete und sein Bein anhob. Eine leichte Fleischwunde zierte seine Wade.
„Du bist verletzt“, bemerkte sie ruhig und strich sich die Haare aus dem Gesicht, wobei sie unauffällig in ihren Daumen biss und mit diesem anschließend über die Wunde strich, die sofort heilte.
Verwirrt sah er sie an. Vielleicht ahnte er langsam, dass sie kein unschuldiges Mädchen war? Iúlia nutzte ihre Aura und sah ihm fest in die Augen.
„So ist es doch schon viel besser, nicht wahr?“
„Ja“, antwortete er träge. Iúlia lächelte zufrieden und löste ihren Bann wieder, ehe sie blitz schnell zu ihm schnellte und ihre Fangzähne in seinen Hals versenkte.
Der Mann keuchte erschrocken auf und Iúlia sah sich mit seinen Augen, bemerkte, was er fühlte und… es gefiel ihr. Sollte sie ihn verwandeln? Ach, nein, er war Gladiator, ein wunderbarer sogar! Und wenn er ein Vampir wäre, könnte sie nicht mehr von ihm trinken... Wie hunrig sie war!
Sie drückte sich enger an ihr Opfer und der Gladiator gab einen entzückten Laut von sich. Sie schien ihn irgendwie zu beeinflussen...Er hielt sie für eine Göttin, was ihr sehr gut gefiel. Eine dunkle Rachegöttin!
Obwohl Iúlia noch hungrig war, stoppte sie und ließ von dem Mann ab, der geschwächt zusammensank. Sie musste schmunzeln. Der unbesiegbare gladiator, in die Knie gezwungen von einem kleinen Mädchen...
Sie zog ihn mit in die Schatten, als sich die nächsten Kämpfer schwer verwundet in den raum schleppten. Keiner von ihnen war derart schwer verletzt, dass sie sofort eines Arztes bedurften. Aber sie bluteten und Iúlia war noch immer hungrig. Und kurz darauf war sie satt und die beiden Leichen bluteten nicht mehr.
Aurelius lag immer noch im Schatten, aber nun war es für sie ein Leichtes, ihn hochzuheben und aus dem raum zu tragen und mit ihm in die Nacht zu verschwinden.
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Lamia Lacrima Empty 26.07.227 v. Chr.

Beitrag von Lamia Lacrima am Mi März 20, 2013 11:21 am

26.07.227 v. Chr.

ACHTUNG! Eintrag enthält verstörende Szenen! Wer zu jung ist oder chronisch an Kopfkino leidet, sollte das nicht lesen. Horrorjunkies kommen aber vielleicht damit klar.

Spoiler:
Iúlia sah überaus verärgert aus, als sie in den Versammlungsraum im Keller kam. Prompt wurde sie von lautem Stöhnen und blutspritzern begrüßt.
„Lydia, muss das sein? Wir hören euch bis nach oben hin!“, knurrte sie verärgert. Eine hellblonde Vampirin drehte sich um und sah Iúlia begeistert an.
„Gut, das du kommst! Du kannst mir helfen!“, strahlte sie und nahm den Novizen, den sie vergangene Nacht als Versuchsobjekt geschaffen hatte aus der folterapperatur.
„Ich will wissen, ob was Bestimmtes wieder nachwächst und ab wann ein Vampir nicht mehr heilt.“
„Eine Schande, dass du einen Menschen einzig dafür verwandelt hast!“, murmelte die Jüngere, trat aber langsam näher.
„Dafür hat man so untalentierte Novizen wie ihn“, erwiderte Lydia ungerührt und holte Blut, damit der Versuch nicht beeinflusst wurde.
„Stell dir vor, als er erkannt hat, was er nun ist, wollte er sich doch tatsächlich in die Sonne stellen! Was für ein Trottel! Mit solchen hat man keine bessere Verwendung, als sie für die Forschung zu nutzen. Als Mensch war er überflüssig und als Vampir unbrauchbar – im Moment hat sein Leben zum ersten Mal einen Zweck.“
Iúlia nickte und sagte nicht, dass sie seit Linus Tod manchmal nichts mehr wollte, als von der Sonne erlöst zu werden. Im Moment war es ein Fluch für sie zu leben: Sie musyste Nacht für Nacht töten, besudelte sich immer mehr mit Blut und es schien keinen Ausweg zu geben.
Iúlia trat zur Älteren und sah sie fragend an.
„Hier, fütter du ihn mal weiter, bis alle Wunden verschwunden sind, ich mach derweil den Lendenschurz weg.“
Iúlia tat wie ihr geheißen und hielt dem Vampir die Amphore mit dem frischen Blut an die Lippen, das er gierig trank. Schließlich war daas Gefäß leer und der Vampir zwar erschöpft, aber wieder unverletzt.
Lydia striff mit einem Leinentuch das Blut von ihrem goldenen Opfermesser und setzte es dann im Lendenbereich des Vampires an. Gleich darauf fielen mit einem nassen Pflatschen zwei Fleischstücke in die blutlache unter dem Vampir, der vor Schmerzen aufheulte und schrie. Iúlia wurde übel. Sie konnte nicht hinsehen, davon abgesehen, dass das sowieso etwas war, was sie nicht sehen sollte.
„Nicht so schamhaft, Kleine, so sieht das nunmal aus! Wirst du schon noch – ach nein.“
Lydia hielt inne, da sie erkannt hatte, was sie hatte sagen wollen. Dann umarmte sie Iúlia und hielt sich wieder auf Armlänge von sich weg.
„Es tut mir so unendlich Leid, Süße. So unendlich.“
Iúlia nickte mit zugeschnürter Kehle und sah der anderen in die caramellbraunen Augen. Da war noch mehr, als sie eigentlich sagte. Sie wusste was. Scheinbar wusste jeder hier etwas, sagte es ihr aber nicht! Ein ein Wissen, das jeder hatte, ohne es auszusprechen, nur ihr blieb es verschlossen. Ihr sagte niemand, was war, dabei schien es sie zu betreffen!
„Vielleicht findest du irgendwann seine Wiedergeburt!“, versuchte die Vampirin ihr Hoffnung zu machen, aber Iúlia schüttelte den Kopf.
„Besser, wenn nicht. Linus war Pazifist. Er hätte mich gehasst, wenn ich ihn wirklich verwandelt hätte. Er war ein guter Mensch, gänzlich ungeeignet für deine Studien.“
Lydia zuckte die Schultern, drehte sich um und strahlte.
„Es ist wieder nachgewachsen!“, jubelte sie. Sie hob die abgeschnittenen Genitalien auf und griff dem armen Mann fest zwischen die Beine, der wieder aufjaulte.
Iúlia wandte sich würgend ab, als das nachgewachsene fleisch platzte und das Blut davon spritzte. Ihr wurde schwindlig bei so viel Grausamkeit und sie setzte sich auf eine der Bänke.
„Willst du das später auch alles wieder sauber machen?“, fragte sie die Blonde schwach. Lydia wandte ihr nur leicht den Kopf zu, sah aber nicht zu ihr, sondern experimentierte weiter.
„Hm... nein, ich werde ein paar Menschen abkommandieren und dann essen. Hast du auch solchen Hunger? Forschen macht mich immer hungrig“, rief sie vergnügt und schnitt dem Mann tief in die Kehle, sodass der Hals zwar nicht getrennt war, das Blut aber in Bächen heraus lief.
„Nun nicht mehr“, murmelte Iúlia und vergrub das Gesicht in den Händen. So viel...Grausamkeit! Sie hatte das Gefühl zu ersticken und sprang auf, um den Traum zu verlassen, doch da hatte Lydia sie schon gepackt und wieder zum Gequälten gezogen.
„Hier, nimm den Arm und verdreh ihn und brech ihn dann hier zwischen Handgelenk und ellbogen ab!“, wies Lydia sie an. Iúlia wollte nicht. Sie wich zurück und konnte nicht anders, als dem Mann in die weit aufgerissenen, glasigen Augen zu sehen.
„Nun mach! Ich will wissen, wann er stirbt und die Handgelenke sind eine gute Stelle, um zu trinken“, meinte Lydia aufgeregt und legte Iúlias Hände auf den Arm des Mannes.
Wie von alleine, von einer fremden Macht gesteuert verdrehte Iúlia den Arm und blendete die Schmerzensschreie aus, ehe sie an Besagter Stelle den Arm knickte und dann das abgebrochene Stück abriss.
Sie war von oben bis unten mit Blut überstömt und zitterte, während der junge Vampir wimmernd seinen letzten Atemzug tat, bevor sein Herz still stand.
Iúlia ließ den Arm los und stolperte hastig zurück.
„Fantastisch!“, freute Lydia sich und strieb etwas auf.
„Das ist ja phänomenal! Wir können also sterben, wenn unser Geist resigniert, denn Blut hat er noch drin. Ich hab Vampire auch schon sehr schnell ausbluten lassen, da sterben sie auch, aber eine solche Verbindung zwischen Geist und Körper. Hach, Iúlia, du bis wirklich klasse!“
Iúlia sah das nicht so. Sie fühlte sich elend und verabscheute sich. Nach einem kurzen Nicken stürmte sie davon, um sich zu waschen, auch wenn das nicht helfen würde, die Schuldgefühle loszuwerden. Selbst die Tränen, die ihr Gesischt vom Blut rein wuschen, würden das nicht können.
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